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Ein Struwwelkopf

Morbus Pick mit Schluckstörung

Unsere Mutter, die an Morbus Pick (frontotemporaler Demenz) leidet, kann seit einigen Wochen keine Nahrung mehr kauen oder schlucken. Es ist schon schwierig genug, ihr Getränke zu verabreichen. Wir tricksen dann ein bisschen, indem wir sie durch einen Strohhalm trinken lassen und so den Schluckreflex aktivieren. Immerhin kann sie so Astronautennahrung aufnehmen. Wie aber kann man sie motivieren bzw. ihr helfen, damit sie auch wieder festere Nahrung schluckt – ohne sich jedes Mal zu verschlucken?

Antwort:

Probleme mit dem Schlucken treten bei Demenz-Patienten im fortgeschrittenen Stadium regelmäßig auf. Demenzkranke wissen zum einen nicht mehr, wie sie mit der Nahrung umgehen sollen (haben z.B. die Bedienung des Essbestecks vergessen), zum anderen erkennen sie die Lebensmittel als solche nicht. Hinzu treten organisch bedingte Schluckstörungen; Hunger und Durst werden kaum noch wahrgenommen. Auch sind andere Ursachen für die Schluckprobleme auszuschließen, zum Beispiel schlecht sitzende Zahnprothesen oder Entzündungen im Mundraum. Scheitern alle Versuche, auf natürlichem Weg den/die Demenzkranken zu ernähren, bleibt noch die Möglichkeit der Sondenernährung (sog. PEG-Sonde). Allerdings ist dies unbedingt rechtzeitig mit dem behandelnden Arzt abzuwägen. Konkrete Tipps und Hilfestellungen bei der Ernährung von Demenzpatienten finden Sie unter www.demenz-ded.de (einem Online-Service des Alzheimer-Forums).

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Letzte Änderung: 15.06.2007, 14:44 Uhr

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Stand: 15.06.2007, 14:44 Uhr
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