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Unberechtigte Beschuldigungen und Vorwürfe des an Alzheimer Demenz erkrankten Familienmitglieds werden von den betreuenden Angehörigen oft als besonders belastend und kränkend empfunden. Anstatt dankbar für die aufopferungsvolle Pflege zu sein, macht der Kranke Ihnen Vorwürfe?
Es mag schwer fallen, aber versuchen Sie, solche Anschuldigungen nicht persönlich zu nehmen. Auch diskutieren bringt in solchen Situationen wenig. Versuchen Sie stattdessen dieses Verhalten als Symptom der Krankheit zu sehen. Ihr Angehöriger handelt nicht aus Bösartigkeit so, sondern vielmehr aus Angst und Selbstzweifeln.
Da Demenzkranke oft vergessen, was sie vor wenigen Minuten gemacht haben, sind sie häufig auf der Suche nach ihren Besitztümern, wie etwa der Brille oder der Armbanduhr. Finden Sie sie nicht, muss ein anderer an dem Verschwinden schuld sein, der pflegenden Ehefrau oder Tochter werden Vorwürfe gemacht, sie habe die Sachen gestohlen.
Wie geht man mit einer solchen Situation um? Versuchen Sie den Patienten zu beruhigen, signalisieren sie, dass sie seinen Ärger verstehen und machen Sie sich dann gemeinsam mit ihm auf die Suche nach dem verlorenen Gegenstand. Denn finden Sie ihn alleine, bestätigt das nur die Annahme des Kranken, dass sie die Sache versteckt oder gar gestohlen haben.
Viele Demenzkranke suchen sich im Laufe der Zeit eine Reihe von „Lieblingsverstecken“, die als erstes abgesucht werden können. Das können für den Betroffenen sichere Orte sein, wie etwa der Kühlschrank („da bleibt alles schön frisch“) oder unter der Matratze.
letzte Änderung 09. Mai 2012, 14:23 Uhr
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URL: http://www.alzheimerinfo.de/aktuelles/monatsspecial/archiv/ms_01_2011/brille/index.jsp
Stand: 17-May-2012, 03:11 AM
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