Therapeuten auf vier Pfoten

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Rund 22 Millionen Katzen, Hunde, Vögel, Fische und Kleintiere leben in Deutschland. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa hervor. In jedem dritten deutschen Haushalt sind sie Begleiter, Alltagshelfer und Ansprechpartner. Mit einem Anteil von 32 Prozent sind Senioren ab 60 Jahren die größte Gruppe der Heimtierhalter – mit steigender Tendenz. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Haustiere geben Zuneigung und bauen Stress ab, bringen ihre Halter in Bewegung und geben ihnen eine Aufgabe. Zudem erleichtern sie die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen und bilden einen Ersatz für den fehlenden Partner oder die längst ausgezogenen Kinder.

Auch im Pflegeheim Kontakt zu Hund und Katze

Doch auch wer bereits in einem Pflegeheim lebt, hat vermehrt Chancen auf Tierkontakt. Seit dem Jahr 2000 setzen Heimleiter zunehmend auf Tierhaltung und Besuchsdienste, wie eine Umfrage des Sozialforschungsinstituts ISIS ergab. Demnach erlauben 87 Prozent der befragten Alten- und Pflegeheime ihren Bewohnern die Tierhaltung.

Die positiven Effekte: Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel und Fische hellen den Alltag der Bewohner auf, sie geben alten Menschen Struktur im Tagesablauf und eine Aufgabe, sie ermöglichen Körperkontakt und Zärtlichkeit. Auch die Beziehung der Heimbewohner untereinander sowie der Umgang mit den Pflegekräften können sich sich durch die Anwesenheit von Tieren merklich verbessern.

Tiere stärken die Gesundheit

Heimtierbesitzer gehen Studien zufolge um 15 Prozent seltener zum Arzt und tragen so auch dazu bei, die Ausgaben im Gesundheitssystem zu reduzieren . Der Hintergrund: Wer zum Beispiel einen Hund hält, bewegt sich mehr, stärkt Herz und Kreislauf und kann leichter ein gesundes Körpergewicht halten.

So kann Heimtierhaltung dazu beitragen, durch Stress bedingten Beschwerden, Kreislauferkrankungen, Übergewicht oder Diabetes mellitus vorzubeugen. Bei bereits erkrankten Menschen können Haustiere Schmerz und Angst mildern, sodass der Medikamentenverbrauch sinken kann.

Im Rahmen tiergestützter Therapien können sie als „Eisbrecher‘‘ die Bindung zwischen Therapeut und Patient verbessern und so zu einem schnelleren Behandlungserfolg beitragen.

Quellen: Mars Petcare, Pressemitteilung vom 28. November 2012

Weiterführende Informationen:

www.tiergestuetzte-therapie.de
Das Portal bietet Erfahrungen, Bilder und Texte zur Therapie mit Tieren.

Download Die Internetversion der Bachelor-Arbeit „Tiergestützte Therapie – Ein biographieorientierter Zugang zu Demenzerkrankten“ gibt einen umfassenden Überblick über die Voraussetzungen und Möglichkeiten der tiergestützten Therapie für Demenzpatienten

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Stand: 19-Nov-2017, 11:24 AM
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