Die Betreuung von Alzheimer-Patienten. Wo finde ich Hilfe?

Von der Alzheimer-Krankheit ist nie nur der Patient selbst betroffen. Die Betreuung des demenzkranken Angehörigen kann körperlich und psychisch sehr anstrengend sein, vor allem, da sie in Deutschland zumeist von einem einzelnen Familienmitglied geleistet wird. Diese sollten deshalb von Anfang an versuchen, ein Gleichgewicht zwischen der Betreuung des Erkrankten und der Sorge um das eigene Wohlergehen zu finden. So ist gewährleistet, dass die Pflegeperson auch langfristig genug Kraft hat, um dem geliebten Familienmitglied die Fürsorge zukommen lassen, die es braucht. Hilfen und Entlastungsangebote für Angehörige pflegebedürftiger Menschen helfen, dieses "gesunde" Gleichgewicht zu halten.

Hilfen werden kaum in Anspruch genommen

Dennoch werden diese wertvollen Unterstützungsangebote noch viel zu wenig genutzt. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft nehmen gerade einmal 13 Prozent der Pflegenden in Deutschland professionelle Hilfen in Anspruch. Doch woran liegt das? Ein Grund: Viele betroffene Angehörige wissen schlicht nicht, welche Beratungs- und Entlastungsmöglichkeiten es gibt. Oder sie sorgen sich um die Kosten, wissen nicht, wie sie solche Hilfen bezahlen sollen. Dazu kommt, dass entsprechende Angebote nicht immer ausreichend vorhanden sind.

In den Artikeln unseres Monatsspecials versuchen wir zumindest die beiden ersten Probleme zu lösen, indem wir Ihnen vorstellen, welche Hilfen es gibt und wie Sie sie finanzieren können.

Die eigenen Kraftreserven im Auge behalten

Manche Hindernisse entstehen jedoch auch auf der Gefühlsebene. Das geliebte Familienmitglied - die Ehefrau, der Vater - hat sein Leben lang so viel gegeben. Jetzt hat er auch das Recht darauf, gepflegt und versorgt zu werden. Angehörige, die mit der Belastung nicht klar kommen, fühlen sich dann häufig, als würden sie versagen oder den Patienten verraten, wenn sie "fremde Menschen" in die Pflege einbeziehen.

Hier gilt es, sich immer wieder vor Augen zu halten, dass sie ihrem pflegebedürftigen Angehörigen nur dann ein positives Lebensumfeld schaffen können, wenn Sie selbst noch genügend Kraftreserven haben. Bei all den Sorgen um den Erkrankten ist es wichtig, sich auch ausreichend um sich selbst zu sorgen.

Alzheimergruppen und ehrenamtliche Helfer bieten Unterstützung

Ein erster - und sehr gut geeigneter - Schritt in diese Richtung ist, sich bei einer regionalen Alzheimer-Gesellschaft beraten zu lassen. Diese bieten häufig Betreuungsgruppen für demenzkranke Menschen oder auch eine Tagespflege speziell für Demenz-Patienten an. Sie vermitteln auch geschulte Laienhelfer und -helferinnen. All dies verschafft den pflegenden Angehörigen "Freizeit", in der sie sich einmal um sich, andere Familienmitglieder oder wichtige Erledigungen kümmern können.

Neben den Alzheimer-Gesellschaften vermitteln auch Sozialstationen, Kirchengemeinden oder Nachbarschaftshilfen ehrenamtliche Helfer, die ins Haus kommen und sich stundenweise um den Patienten kümmern. Ebenso geeignet sind ambulante Pflegedienste, die jedoch meist teurer sind als ehrenamtliche Helfer. Hier ist es wichtig, Preis und Leistung mehrerer Dienste zu vergleichen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

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letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

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Stand: 20-Nov-2017, 04:50 AM
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