Schmerzfreiheit macht mobil

KÖLN (MedCon) - Die meisten älteren Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. Dies gelte in gleichem Maß für Demenzpatienten, berichtete Prof. Roland Hardt in seinem Vortrag unter dem aussagekräftigen Titel „Demenz ist kein Analgetikum (Betäubungsmittel)“.

Die Ursachen für Schmerzen sind vielfältig: Gelenkverschleiß, periphere arterielle Verschlusskrankheit oder chronische offene Wunden sind nur einige Beispiele dafür.

Auffälligkeiten wahrnehmen

Doch demente Schmerzpatienten werden häufig nicht als solche erkannt, da sie sich nicht mehr deutlich zu ihren Schmerzen äußern können. Hier gilt für die pflegenden Angehörigen, gut hinzusehen und auf verändertes Verhalten oder nicht in Worten ausgedrückte Missfallensäußerungen zu achten. Dazu können Auffälligkeiten im Gesichtsausdruck gehören. Der Patient schaut zum Beispiel traurig oder ängstlich.

Auch die Körpersprache kann Auskunft über eventuelle Schmerzen geben, etwa wenn der Patient angespannt und starr ist oder sich Berührungen entzieht. Manche Patienten rufen, stöhnen oder ächzen, wenn sie Schmerzen empfinden, andere atmen lautstark oder hyperventilieren gar. Bei sehr starken Schmerzen kann es auch vorkommen, dass der Betroffene um sich schlägt oder Grimassen zieht.

Einfach nachfragen

Ist die Krankheit noch in einem frühen Stadium, ist es möglich, sich bei einem Verdacht nach vorhandenen Schmerzen zu erkundigen. Dabei sollten die Fragen einfach gestellt sein und möglichst mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können: Deuten Sie zum Beispiel auf das Knie des Patienten und fragen Sie „Tut es da weh?“.

Bemerken Sie Schmerzzustände beim Pflegebedürftigen, sollten Sie sich immer an Ihren Arzt wenden. Er kann die zugrundeliegende Krankheit behandeln und die Beschwerden mit Hilfe von Schmerzmitteln lindern. Ist der Schmerz erst einmal unter Kontrolle, kann dies auch sehr positive Effekte auf die Mobilität und gesundheitliche Gesamtsituation des Patienten haben.

Quelle: MedCon

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Stand: 24-Nov-2017, 02:08 PM
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