Therapietreue: Nur eingenommene Medikamente können wirken

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KÖLN (MedCon) - Zur Behandlung der Alzheimer-Demenz stehen inzwischen gut wirksame Medikamente zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Alltagskompetenz der Patienten verbessern können. Doch nur Arzneimittel, die zuverlässig und regelmäßig eingenommen werden, können auch wirken. Die Mitarbeit des Patienten bzw. der pflegenden Angehörigen an der Therapie ist deshalb ganz entscheidend!

Die Bereitschaft und Disziplin, Medikamente in der richtigen Dosis und zum richtigen Zeitpunkt einzunehmen, wird mit dem englischen Begriff Compliance (deutsch etwa: Therapietreue) bezeichnet. Die für das Erreichen der Therapieziele so wichtige Compliance kann speziell in der Behandlung von Alzheimer-Patienten schwierig sein.

Kommunikation und Verständnis können zur Herausforderung werden

Im frühen Stadium der Erkrankung sind die Patienten meist noch in der Lage, zu verstehen, weshalb sie Medikamente einnehmen müssen, oft können sie sich auch noch selbst um die regelmäßige Einnahme kümmern. Mit Fortschreiten der Demenzerkrankung verlagert sich die Verantwortung für die medikamentöse Therapie dann meist auf die pflegenden Angehörigen.

Ein spezielle Herausforderung stellt hier die veränderte und erschwerte Kommunikation mit den Patienten dar. Sie haben zunehmend Schwierigkeiten, Worte und Zeichen zu verstehen, was sie verständlicherweise verunsichern kann. Verstehen die Patienten nicht länger, weshalb sie Medikamente einnehmen sollen oder ist das Schlucken der Tabletten unangenehm oder schwierig, kann es passieren, dass sie sich schlicht weigern, ihre Medizin zu nehmen.

Einmalgabe bringt Erleichterung für den Patienten und seine Angehörigen

Hier ist das Verständnis und Einfühlungsvermögen der Angehörigen gefragt: Wie würde man sich wohl selbst fühlen, wenn man aufgefordert wird, Tabletten zu schlucken und nicht weiß, warum? Zum anderen sollte die medikamentöse Therapie so einfach und unkompliziert wie möglich sein – für den Patienten und die Angehörigen.

Für das Antidementivum Memantine wurde nun eine neue Tablettenform zugelassen, die nur einmal am Tag genommen werden muss. Dies kann die Befolgung der Therapie sehr erleichtern: Der Patient muss nur einmal am Tag eine Tablette schlucken, der pflegende Angehörige muss nur einmal am Tag die manchmal problematische Situation bewältigen.

Zusätzlich können pflegende Angehörige einiges tun, um die alltägliche Medikamentengabe für alle Beteiligten angenehmer zu gestalten. Lesen Sie hierzu auch die beiden anderen Artikel unseres Thema des Monats.

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letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

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Stand: 22-Nov-2017, 01:49 PM
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