Neueste Forschungsergebnisse von der Alzheimer-Konferenz in Wien

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Im Juli haben sich in Wien gut 3000 Wissenschaftler zur weltweit führenden Konferenz im Bereich Demenz-Forschung getroffen, um über die neuesten Ergebnisse der auf Hochtouren laufenden Alzheimer-Forschung zu diskutieren. Im Mittelpunkt des Kongresses standen sowohl Diagnose und Früherkennung der Krankheit als auch Neuigkeiten aus dem Bereich Therapie.

Frühe Diagnose ist von Vorteil

Eine frühzeitige und exakte Diagnose der Alzheimer-Krankheit ist entscheidend, um eine optimale Behandlung einleiten zu können. Dr. Michael Ewers vom Universitätsklinikum München und Dr. Susan Landau von der Universität von Kalifornien, Berkeley, präsentierten in Wien die neuesten Erkenntnisse zur Früherkennung: Mit bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomographie spüren Wissenschaftler Veränderungen im Gehirn auf, die auf die Krankheit hindeuten.

Zudem werden bei Verdacht auf Alzheimer Gedächtnistests durchgeführt und in verschiedenen Körperflüssigkeiten der betroffenen Patienten nach speziellen Indikatorproteinen, sogenannten Biomarkern, gesucht.

Therapie hilft im Alltag

Wenn die Diagnose Alzheimer-Krankheit feststeht, sollte unverzüglich mit der Therapie begonnen werden. Die auf der Konferenz versammelten Experten erklärten, dass das vorrangige Ziel der modernen Alzheimer-Therapie der Erhalt sprachlicher Fähigkeiten und alltagspraktischer Kompetenzen sei. So soll den Betroffenen und ihren Angehörigen ein längeres und lebendigeres Miteinander ermöglicht werden. Die medikamentöse Therapie ist eine Säule in der Behandlung von Patienten mit Alzheimer. Zur Verfügung stehen zwei verschiedene Medikamentenklassen: die Cholinesterasehemmer und der N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Rezeptorantagonist Memantine.

Omega-3-Fettsäure hilft wenig

Auch zum Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln in der Behandlung der Alzheimer-Demenz wird viel geforscht. Zwei Studien, die amerikanische Wissenschaftler in Wien präsentierten, beschäftigten sich beispielsweise mit der Wirkung einer speziellen Omega-3-Fettsäure, der Docosahexaensäure (kurz: DHA). Allerdings konnten die Forscher in ihrer Untersuchung nicht nachweisen, dass Alzheimer-Patienten von der Einnahme von DHA profitieren, nur bei gesunden Probanden führte die Fettsäure zu einer Verbesserung des Gedächtnisses und des Lernvermögens.

Sport und gesunde Ernährung können vorbeugen

Auch auf Sport zur Vorbeugung und eventuell sogar Verlangsamung der Alzheimer-Krankheit setzen Forscher weltweit viel Hoffnung. Tatsächlich zeigt eine neue Studie, dass bereits moderate körperliche Betätigung - in Kombination mit gesunder Ernährung - im Alter geistige Fähigkeiten und Gedächtnis aufrecht erhalten kann. Allerdings fand Dr. Colleen Jackson zusammen mit ihrem Team von der Universität von Connecticut heraus, dass viele Menschen nicht wirklich über die Risikofaktoren für eine Demenz-Erkrankung Bescheid wissen - ebenso wenig wie über schützende Faktoren, wie ausreichend Bewegung und ein gesunder Ernährungsstil. Hier sei noch viel Aufklärungsarbeit notwenig, schlussfolgerte die Forscherin in Wien.

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letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

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Stand: 18-Nov-2017, 01:08 PM
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