Das Demenzrisiko senken – überprüfte Strategien

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KÖLN (Biermann) – Viele Menschen möchten wissen, wie sie aktiv dazu beitragen können, einer Demenzerkrankung im Alter vorzubeugen. Tatsächlich gibt es Dinge, die jeder Einzelne tun kann, um sein Risiko zu senken.

Gesunde Ernährung

Wenn es um den Schutz vor Alzheimer Demenz geht, werden häufig einzelne Lebensmittel als besonders protektiv hervorgehoben: Vitamin-B-reiche Lebensmittel wie grünes Blattgemüse und Vollkornprodukte, Antioxidanzien und sekundäre Pflanzenstoffe wie man sie in Apfelschalen oder Rotwein findet oder Fisch, der reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren ist.

Inzwischen weiß man, dass es weniger auf einzelne Bestandteile, als vielmehr auf den gesamten Ernährungsstil ankommt. Als besonders förderlich für den Schutz vor Demenzerkrankungen hat sich eine Ernährungsweise erwiesen, wie man sie in südeuropäischen Ländern findet – die sogenannte Mittelmeerkost.

Die traditionelle Küche des Mittelmeerraums besteht vor allem aus Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Getreide, dazu kommt ein moderater Anteil von Milchprodukten, Fisch und Alkohol - bevorzugt in Form von Rotwein. Rotes Fleisch und tierische Fette kommen nur selten auf den Teller, dafür wird reichlich Olivenöl verzehrt.

Reichlich Bewegung

Mehrere Studien zeigen, dass Menschen, die sich ausreichend bewegen, tatsächlich seltener an Alzheimer Demenz erkranken. Speziell regelmäßiges Ausdauertraining scheint nicht nur vor Gedächtnisschwierigkeiten im Alter zu schützen, sondern auch den Alterungsprozess des Gehirns zu verlangsamen.

Bewegen Sie sich, wann immer es geht. Sie müssen keine Höchstleistungen erbringen, aber dranbleiben. Drei- besser viermal die Woche Walking, Schwimmen, Joggen oder Radfahren sind ideal. Nutzen Sie zudem im Alltag möglichst viele Gelegenheiten, sich zu bewegen: Nehmen Sie anstatt des Aufzugs die Treppe oder fahren Sie mit dem Rad zum Bäcker.

Geistige und soziale Aktivität

Mehrere epidemiologische Studien haben gezeigt, dass geistige Aktivität und ein reges Sozialleben vor Alzheimer Demenz schützen können. Ein Beispiel dafür ist die Mehrsprachigkeit. Nicht nur das Lernen, sondern vor allem das regelmäßige Sprechen einer Fremdsprache kann das Risiko an einer Alzheimer Demenz zu erkranken senken. Dabei spielt nicht nur das Lernen von Neuem eine Rolle, sondern auch die Kommunikation mit Anderen.

Doch wer sein Gehirn auf Trab halten will muss nicht gleich eine neue Sprache erlernen: Briefe schreiben, Kreuzworträtsel lösen, ein Musikinstrument spielen, sich ehrenamtlich engagieren, Vereinsarbeit, Theaterbesuche, Reisen... Es gibt viele Möglichkeiten, das Gehirn zu fordern und so die Bildung neuer Verknüpfungen zwischen Nervenzellen anzuregen. Denn das macht das Gehirn im Alter leistungsfähiger.

Die Alzheimer Forschung Initiative hat einen „Fitnessplan für das Gehirn“ zusammengestellt, er enthält für jeden Tag der Woche nützliche Tipps für geistige anregende Tätigkeiten und motiviert, auch einmal etwas Neues auszuprobieren: www.alzheimer-forschung.de/images/user-images/downloads/alzheimer-krankheit/AFI-Fitnessplan.pdf

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Stand: 24-Nov-2017, 02:11 PM
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