Ernährung bei Demenz

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Bei den meisten älteren Menschen lässt im Alter der Appetit nach, sie essen weniger als früher. Probleme entstehen dadurch nicht, da beim Älterwerden auch der Energiebedarf des Körpers sinkt. Wer einen demenzkranken Angehörigen pflegt, sollte den Aspekt Ernährung dennoch im Auge behalten, denn Patienten mit Demenz können einen erstaunlich hohen Energieverbrauch haben.

Insbesondere wenn sie eher unruhig sind und zum ständigen Umherlaufen neigen, steigt der Energie- und damit Kalorienbedarf der betroffenen Patienten stark an. Auch Begleiterkrankungen können dazu führen, dass der Patient mehr Energie und damit Nahrung braucht.

Genug Energie trotz Appetitmangel

Leider geht der erhöhte Kalorienbedarf meist mit einem gar nicht dazu passenden geringen Appetit und Hungergefühl einher. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass mit fortschreitender Demenz auch Geruchs- und Geschmackssinn verloren gehen. Es ist also nicht verwunderlich, wenn einige Demenzkranke Essen eher als Last als als Lust empfinden.

Doch für Pflegende gibt es hilfreiche Strategien und Tricks, mit denen Stress am Mittagstisch reduziert wird und der erkrankte Angehörige dennoch ausreichend isst. Als Grundregel kann gelten: Auch für Demenzkranke ist eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wichtig, trotzdem sollte bei ihnen eher die ausreichende Energie- und Flüssigkeitszufuhr im Vordergrund stehen.

Dies gilt für an Demenz Erkrankte, die eher wenig Appetit haben, schlank sind oder dazu neigen abzunehmen. Bei Patienten mit Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck (etwa bei vaskulärer Demenz) muss sorgfältig auf die über den Tag verteilte Kalorienaufnahme geachtet werden, um diese Begleiterkrankungen nicht zu verschlimmern.

Vorlieben nachgeben

Für Patienten mit Alzheimer-Demenz, die keine ernährungsbedingten Begleiterkrankungen aufweisen, muss dagegen meist nicht an Kalorien gespart werden - das Gegenteil ist der Fall. Ist es für junge Menschen ratsam, den Durst mit möglich kalorienarmen Getränken zu stillen, sollten Sie dem Demenzkranken ruhig zuckerhaltige Limonade einschenken, wenn er diese gerne trinkt.

Mag der Patient nur noch einige wenige (Lieblings-) Speisen, die "eigentlich" nicht so gesund sind, etwa Schweinebraten mit Knödeln, geben Sie dem ruhig nach. Es erfordert eine kleine gedankliche Umstellung, wenn man dem Kranken mit besonders gesunder Ernährung eigentlich etwas Gutes tun möchte. Doch bei Demenzkranken muss die ausreichende Kalorienzufuhr meistens vorgehen. Damit er trotzdem die lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe erhält, können diese dem Essen beigemischt werden.

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letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

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Stand: 20-Nov-2017, 04:51 AM
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