Alzheimer-Schutz mit Genuss

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KÖLN (Biermann) – Mediterrane Kost mit viel Obst und Gemüse, Fisch und Olivenöl gilt als essbarer Schutzschild gegen die Alzheimer-Demenz. Doch auch der Schweinebraten am Sonntag ist nicht tabu, denn es gilt eher die Regel: Alles in Maßen und mit Freude am Essen.

„Verschiedene Studien belegen, dass sich durch eine gesunde Ernährung das Alzheimer-Risiko senken lässt. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Ernährung von einem aktiven Lebensstil begleitet wird“, sagt Dr. Gunter Eckert, staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker. Der Fachpharmakologe von der Universität Frankfurt untersucht mit seinem Team unter anderem den Einfluss der Ernährung auf neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer.

Wer sich gesund ernährt, hat also eine höhere Wahrscheinlichkeit, nicht oder später an Alzheimer zu erkranken. Zumindest gilt dies für die sporadische Form der Krankheit, vermutlich aber nicht für die erbliche Variante.

„Insgesamt darf man von der Ernährung aber keine Wunder erwarten, sie ist ja schließlich keine medizinische Therapie“, stellt Eckert klar. Als Faustregel gilt: Was beim Essen gut für das Herz ist, hilft auch dem Verstand. Und wer Blutfette und Diabetes im Griff hält, reduziert zugleich auch sein Alzheimer-Risiko.

Alles in Maßen und mit Freude am Essen

Der Ernährungsfachmann empfiehlt die Orientierung an einer mediterranen Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüssen, dafür wenig rotem Fleisch und viel Fisch. Bei Letzterem sollte man eher zu fettem Seefisch wie Lachs, Kabeljau oder Makrele greifen, da diese Arten viele langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten. Insgesamt scheint es auf eine möglichst vollwertige mediterrane Ernährung anzukommen – das legen aktuelle Studien nahe. Denn wenn Forscher nur den Verzehr von Einzelkomponenten untersuchten, konnten sie keine Beziehung zwischen der Ernährung und einem reduzierten Alzheimer-Risiko herstellen.

Zu streng muss man aber dennoch nicht mit sich sein. „Bei der Anwendung der gesunden mediterranen Ernährung braucht niemand auf seinen Sonntagsbraten zu verzichten. Auch wer ausnahmsweise einmal zu Fast-Food greift, sollte kein schlechtes Gewissen haben“, sagt Eckert. „Alles in Maßen und immer die Freude am Essen haben, dann ist man auf dem richtigen Weg.“

Generell gilt: Es ist nie zu spät, seine Essgewohnheiten zu verändern. „Es ist zwar so, dass der Schutzeffekt vor Alzheimer umso größer ist, je länger eine gesunde Ernährung eingehalten wird. Allerdings hat Essen ja auch etwas mit Lebensqualität zu tun und die kann man gleich spüren“, sagt Eckert.

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V., 2. September 2013

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Stand: 19-Nov-2017, 11:28 AM
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