Mit viel Bewegung geistige Balance halten

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KÖLN (Biermann) – Körperliche Fitness ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen Demenz. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die im Frühjahr dieses Jahres in den „Annals of Internal Medicine“ erschienen ist. Doch nicht nur auf neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz soll die Wunderwaffe Bewegung positiv einwirken. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen könnten durch Sport gemildert werden, meinen die Experten.

Ganze 30 Jahre dauerte die Langzeitstudie, die belegen sollte, dass Bewegung das Demenzrisiko senkt. Tatsächlich konnten sich die Probanden durch regelmäßige körperliche Ertüchtigung ein vermindertes Risiko erarbeiten, wie die Auswertung der Daten ergab. Bereits seit Anfang der 1970er Jahre hatten Wissenschaftler in einer texanischen Präventionsklinik die körperliche Fitness von knapp 20.000 Personen mittleren Alters bestimmt. Je nach Leistung wurden die Probanden dann in fünf Gruppen eingeteilt.

Körperliche Fitness senkt Demenzrisiko

Im Schnitt 24 Jahre später kamen die Teilnehmer als über 65-jährige in die Klinik zurück. Die damalige Fitness-Messung wurde dann mit aktuellen Befunden abgeglichen. Die Gruppe, in der sich die fittesten Probanden befanden, hatte ein um ein Drittel geringeres Demenzrisiko. Die positive Auswirkung der körperlichen Fitness auf das Demenzrisiko zeigte sich unabhängig von anderen Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, was laut den Forschern belegt, dass sowohl vaskuläre als auch nicht-vaskuläre Risikofaktoren durch die körperliche Aktivität des Einzelnen beeinflusst werden kann.

Die bei den Probanden festgestellte kardiorespiratorische Fitness sei eine Kombination aus gewohnheitsmäßiger körperlicher Aktivität sowie genetischen- und Umweltfaktoren, darum könnten sie keine Angabe über die individuell notwendige Menge an Bewegung machen, schränkten die Wissenschaftler ein. Mindestens 30 moderate Bewegungsminuten am Tag scheinen für Senioren jedoch eine gute Empfehlung zu sein.

Neben ihrem positiven Einfluss auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel steigert körperliche Aktivität die Durchblutung der Hirnrinde, des Kleinhirns und des Hippocampus, dem Sitz der Erinnerungen. Sogar eine Zunahme der Hirnmasse scheint in bestimmten Gehirnarealen beobachtet worden zu sein. Daneben senkt Bewegung durch die Erhöhung des Mineralgehalts der Knochen auch das Osteoporose- und Frakturrisiko.

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V., 2. September 2013; Ann Intern Med. 2013;158 (3): I-36.

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Stand: 20-Nov-2017, 04:42 AM
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