Gesund älter werden – gewusst wie

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KÖLN (Biermann) – Eine im Juli dieses Jahres veröffentlichte Studie aus Schweden besagt, dass die Neunzigjährigen von heute dieses Alter mit einer höheren geistigen Leistungsfähigkeit als je zuvor erreichen. Gleichzeitig prognostizieren Experten aber, dass es in der Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen alle fünf Jahre zu einer Verdopplung der Alzheimer-Erkrankungen kommt.

Soviel zur Statistik. Über das Demenzrisiko des Einzelnen sagt sie allerdings nur bedingt etwas aus. Und das bedeutet auch, dass dieses durchaus beeinflussbar ist. „Die Lebensführung spielt bei allen Alterns-assoziierenden Erkrankungen, zu denen auch die Alzheimer-Krankheit gehört, die ganz große Rolle“, sagte Prof. Konrad Beyreuther, Direktor des Deutschen Zentrums für Alternsforschung, schon vor einiger Zeit.

Vier Säulen eines gesunden Lebensstils

Zu einer gesunden Lebensführung gehören neben einer vollwertigen Ernährung reichlich Bewegung, geistige Aktivität und viele soziale Kontakte. Letzteres kann nach Ansicht von Experten nicht nur als „vierte Säule“ einer gesunden Lebensführung angesehen werden, sondern vielmehr als Querbalken dienen, der die drei anderen Säulen verbindet. Denn die gesündeste Ernährung und sportliche Höchstleistungen nutzen deutlich weniger, wenn man seine Mahlzeiten alleine einnehmen und seine Runden im Park ohne Mitstreiter drehen muss.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler die Daten aus knapp 150 Studien unter die Lupe genommen und die Analyse der Studien zeigte: Je besser die sozialen Beziehungen sind, gemessen am Familienstand oder der Anzahl von Sozialkontakten, oder je mehr sich Menschen an sozialen Aktivitäten beteiligen, desto positiver wirkt sich dieses auf die Lebenserwartung aus. Dieser Zusammenhang schien unabhängig davon zu sein, wie alt die Teilnehmer waren, welches Geschlecht sie hatten und wie gesund sie zu Studienbeginn waren.

Entsprechend sollten ältere Menschen das gemeinsame Kochen und Genießen im Bekanntenkreis zum festen Bestandteil ihres Alltags werden lassen, und auch Bewegung und Sport machen im Verbund doppelt Spaß. Einen Computer- oder Sprachkurs und andere intellektuelle Herausforderungen gemeinsam mit Gleichgesinnten zu bewältigen, gibt den Aktivitäten Mehrwert.

Eine gute Möglichkeit, für die genannten Ziele nette Mitstreiter zu finden, bieten Volkshochschulen, örtliche Vereine oder Kirchengemeinden.

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V., 2. September 2013

Buchtipp:


„Geistig fit in jedem Alter: Wie man mit der AKTIVA-Methode Demenz vorbeugen kann“
Dieses Buch richtet sich an alle, die sich frühzeitig über Risiko- und Schutzfaktoren von Demenzerkrankungen informieren und aktiv Vorbeugung betreiben wollen.
Johannes Pantel: „Geistig fit in jedem Alter“, Beltz Verlag (2010), 291 Seiten, ISBN: 3-407-85876-0, 14,95 Euro

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