Den Verdacht abklären - was passiert beim Arzt

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KÖLN (MedCon) – Wenn Sie an sich selbst oder einem Angehörigen Symptome erkennen, die auf eine Demenz hindeuten könnten, sollte der Besuch beim Hausarzt eine Selbstverständlichkeit sein. Oft scheuen Betroffene den Arzt wegen „psychischer Probleme“ aufzusuchen, obwohl sie ansonsten Vorsorgeuntersuchungen wie Blutdruckmessungen, Blutuntersuchungen oder Urintests zur Erkennung von Krankheiten ganz selbstverständlich wahrnehmen. Doch auch bei Hinweisen auf geistige Veränderungen ist der Hausarzt der erste und wichtigste Ansprechpartner.

Arztbesuch kann Erleichterung bringen

Der Hausarzt kennt den Patienten häufig schon seit vielen Jahren und kann so am besten einschätzen, ob ein Problem vorliegt und weitere Untersuchungen notwendig sind – oder ob man sich womöglich nur aufgrund ganz normaler Alterserscheinungen unnötig Sorgen gemacht hat: Eine Erleichterung, die man sich durch einen zu lange hinausgezögerten Besuch in der Praxis nicht verbauen sollte.

Gespräche und Altbekanntes

Um festzustellen, ob eventuell eine Demenz beim Patienten vorliegt, wird der Arzt zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen selbst, aber auch mit den nächsten Angehörigen führen. So kann er erkennen, ob die berichteten Veränderungen und Schwierigkeiten ein Ausmaß haben, dass weiterer Untersuchungen bedarf. Wichtig für die Abklärung eines Verdachts auf eine Demenzerkrankung sind verschiedene Tests, die die meisten von Ihnen sicher schon von früheren Arztbesuchen her kennen: Dazu gehören unter anderem die Blutentnahme, das Elektrokardiogramm (EKG), die Blutdruckmessung und eine Röntgenuntersuchung.

Der Test mit der Uhr

Zudem wird Ihr Arzt einige einfache psychometrische Tests durchführen, mit deren Hilfe er die Hirnleistung – ein wichtiger Maßstab für die Diagnose einer Demenz – beurteilen kann. Ein Beispiel hierfür ist der so genannte Uhrentest, bei dem der Patient eine Uhr und Zeiger mit einer zuvor genannten Uhrzeit zeichnet. Aus dieser Zeichnung kann der Arzt Rückschlüsse auf geistige Beeinträchtigungen ziehen.

Auswendiglernen, bitte!

Daneben existieren weitere gängige Tests, die alle kleine Aufgaben beinhalten – so wie etwa das Lösen einfacher Rechenaufgaben oder das Auswendiglernen und Wiedergeben einer Reihe von Wörtern. Um eine Alzheimer-Erkrankung schon in einem sehr frühen Stadium aufzudecken oder zwischen einer gefäßbedingten oder einer Alzheimer-Demenz zu unterscheiden, können Ihr Arzt oder ein hinzugezogener Neurologe später auch noch bildgebende Verfahren wie etwa eine Computertomographie anordnen.

Sprechstunde nur für Sie

Eventuell wird ihr Hausarzt sie zur Abklärung der Diagnose auch an eine so genannte Memory-Klinik (memory = Erinnerung) oder in eine Gedächtnissprechstunde überweisen. Die dort tätigen Ärzte sind auf die Diagnose und Therapie von Demenz-Erkrankungen spezialisiert und bieten häufig auch verschiedene Zusatzdienstleistungen wie Gesprächskreise oder Selbsthilfegruppen für Angehörige an. Eine nach Postleitzahlen geordnete Liste von Gedächtnissprechstunden finden sie unter www.alzheimerinfo.de/diagnose/memorykliniken.

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letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

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Stand: 19-Nov-2017, 03:04 PM
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