Ein Verdacht entsteht - welche Warnhinweise gibt es?

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KÖLN (MedCon) – Mit kleinen Schusseligkeiten fängt es an: Geldbörse verlegt, Geburtstag der Tochter vergessen oder vom Wocheneinkauf keine Kaffeesahne mitgebracht. Von Angehörigen und auch den Betroffenen selbst wird dies häufig allzu leicht als typische Begleiterscheinung des zunehmenden Alters angesehen. Nicht selten sehen sogar Ärzte diese Probleme als typische Altersfolgen und reagieren nicht. In einer Untersuchung zeigte sich, dass nur in 50 Prozent aller Demenzfälle die Angehörigen die Erkrankung wahrnehmen, ärztliche Diagnoseverfahren werden gar nur in 25 Prozent aller Fälle eingeleitet.

Für die Zukunft planen

Dabei ist eine möglichst frühe Diagnose sehr wichtig. Nur wenn die Diagnose Alzheimer-Demenz bekannt ist, können Angehörige und Betroffene die auftretenden Defizite und Veränderungen verstehen und richtig einordnen. Eine frühzeitige Diagnose gibt dem Patienten außerdem die Chance, seine Zukunft zu planen und wichtige Entscheidungen für den Lebensabend zu treffen. Auch die medizinische Behandlung gestaltet sich bei früh diagnostizierten Patienten effektiver. Der behandelnde Arzt kann die Behandlung planen und eine geeignete medikamentöse Therapie einleiten, die die Krankheit hinauszögern und positiv beeinflussen kann.

Erste Zeichen richtig deuten

Deshalb gilt: Schon bei den ersten möglichen Symptomen zum Arzt gehen. Doch wie unterscheidet man erste Symptome einer Alzheimer-Krankheit von normalen Alterserscheinungen? Viele Ärzte teilen den Verlauf der Alzheimer'schen Demenz grob in drei Phasen ein, die sich über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren erstrecken können. In Phase eins bahnt sich die Krankheit zwar schon an, äußerlich ist dem Patienten jedoch nichts anzumerken. Auch eine Diagnose ist hier noch nicht möglich.

Neue Grenzen erkennen

Erste Symptome treten dann in Phase zwei auf. Typischerweise kommt es zu Gedächtnisproblemen. Aber auch Orientierungsstörungen, mangelnder Antrieb oder Probleme, ein Buch komplett durchzulesen, können auftreten. Alltagsaufgaben können zumeist noch absolviert werden, bei der Bewältigung komplexer Aufgaben, wie etwa der Planung einer Geburtstagsparty, stoßen sie jedoch an neue Grenzen. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, einen Arzt aufzusuchen. Denn dies sollte möglichst geschehen, bevor die Erkrankung fortschreitet, in der sich die typischen Alzheimer-Symptome wie geistige Verwirrtheit, sozialer Rückzug und Verlust wichtiger alltäglich benötigter Fähigkeiten zeigen.

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letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

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Stand: 20-Nov-2017, 08:36 AM
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