Ergotherapie und Co.: Was sonst noch getan werden kann

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KÖLN (Biermann) – Psychosoziale Interventionen werden zusätzlich zur medikamentösen Therapie als zentraler und notwendiger Bestandteil der Betreuung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen empfohlen.

Zu den psychosozialen Interventionen gehören kognitive Verfahren, Ergotherapie, körperliche Aktivität, künstlerische Therapien, sensorische Verfahren und angehörigenbasierte Verfahren.

Training für den Alltag

Mithilfe kognitiver Verfahren (z.B. kognitives Training oder Biographiearbeit) wird versucht, bei Alzheimer-Demenz beeinträchtigte kognitive Funktionen, wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Sprache, wieder zu aktivieren. Das Ziel einer Ergotherapie (z.B. Training der Tätigkeiten des täglichen Lebens) ist, dem Demenzkranken die Handlungsfähigkeit im Alltag zu bewahren und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Oft wird in der Ergotherapie auch Bewegung als therapeutisches Mittel eingesetzt. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass ein leichtes körperliches Training die Beweglichkeit und die Balance verbessern und zum Erhalt der Alltagsfunktionen beitragen kann.

Künstlerische Therapien nutzen künstlerische Medien, zum Beispiel Malen oder Musizieren, um noch vorhandene Fähigkeiten zu stärken und Ressourcen zu aktivieren. Mehr zu diesen Therapieoptionen erfahren Sie in unserem Monatsspecial „Musik- und Kunsttherapie“

Riechen, fühlen, schmecken – andere Wege der Kommunikation nutzen

Im fortgeschrittenen Stadium der Alzheimer-Demenz sind die Betroffenen meist nicht mehr über verbale Kommunikation, also direkte Ansprache, erreichbar. Sie reagieren aber positiv auf sensorische Empfindungen. Dem wird beispielsweise in der Aromatherapie oder dem Snoezelen Rechnung getragen.

Beim Snoezelen (sprich: „snuzelen“) werden verschiedene beruhigende Reize gleichzeitig eingesetzt, zum Beispiel der Aufenthalt in einem angenehm warmen Raum bei leisen Klängen und Melodien sowie angenehmen Lichteffekten.

Kraft für die Pflege: Hilfen für Angehörige

Die Betreuung und Pflege eines demenzkranken Angehörigen ist eine Herausforderung. Angehörigentraining, bei dem über die Krankheit aufgeklärt wird und Verfahren zum Verhaltensmanagement sowie der Stressbewältigung erlernt werden, können sich letztlich auch auf den Demenzkranken positiv auswirken.

Welche Hilfen es für pflegende Angehörige von Demenzkranken gibt, erfahren Sie auch in unserem Monatsspecial „Pflege zuhause“

Weitere Informationen:

www.dve.info
Einen Ergotherapeuten in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel über die Postleitzahlsuche des Deutschen Verbands der Ergotherapeuten. Fragen Sie auf jeden Fall nach, ob der Therapeut Erfahrung mit Demenzkranken hat.

www.snoezelen-stiftung.de
Informationen zum Thema Snoezelen finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Snoezelen Stiftung.

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letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

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Stand: 22-Nov-2017, 04:45 AM
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