Aktiv bleiben mit alten und neuen Hobbys

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Trotz zunehmender Aufklärung der Bevölkerung und einer steigenden Zahl Betroffener haftet der Alzheimer-Demenz immer noch ein Stigma an. Wer an Alzheimer-Demenz leidet, hat deshalb häufig Angst davor, dass Freunde oder Bekannte die Erkrankung entdecken. Aus diesem Grund ziehen sich viele Betroffene aus gemeinschaftlichen Aktivitäten zurück und geben lieb gewonnene Hobbys auf. Dabei ist es aber gerade für Demenzkranke sehr wichtig, Hobbys und Interessen so lange wie möglich zu pflegen und aktiv zu bleiben. Sie bleiben dadurch länger leistungsfähig und fühlen sich ausgeglichener.

Alte Hobbys pflegen

Egal ob begeisterter Wanderer, Angler oder leidenschaftlicher Schachspieler: Auch nach der Diagnose Demenz sollten Betroffene ihre Lieblingsbeschäftigungen so lange wie möglich fortsetzen. Denn wer weiter aktiv ist, behält Erlerntes länger und trainiert seine Selbstständigkeit. Funktioniert selbst Gewohntes nicht mehr so gut, ist es an der Zeit, Neues auszuprobieren und herauszufinden, was Freude macht. Demenzbetroffene sollten auch mit ihren Freunden und Bekannten über ihre Beschwerden sprechen und auf deren verständnisvolle Reaktion vertrauen. Sie sollten gemeinsam überlegen, welche Beschäftigungen sie gemeinsam oder allein fortführen oder neu beginnen möchten.

Doch egal, ob altes oder neues Hobby: Wichtig ist, dass Demenzkranke sich nicht unnötig unter Druck setzen und sich zu viel vornehmen. Wer bislang beispielsweise mit Vorliebe dicke Romane gelesen hat, durch seine Erkrankung damit aber zunehmend Probleme hat, dem raten Experten, lieber zur Zeitschrift oder Zeitung zu greifen. Das ist weniger anstrengend, aber mindestens ebenso anregend für das Gehirn. Auch neue Beschäftigungen sollten mit Ruhe und Gelassenheit angegangen werden. Übertriebener Ehrgeiz ist eher kontraproduktiv, wichtig sind nur Aktivität und Spaß an der Sache.

Freizeit mit anderen verbringen

Mindestens so wichtig wie eine aktive Freizeitgestaltung sind für Alzheimer-Patienten Kontakte zu Freunden oder Gleichgesinnten. Seniorengruppen, Gruppen mit anderen Betroffenen oder später Betreuungsgruppen bieten die Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen, gemeinsam zu spielen, zu singen oder einfach nur Kaffee zu trinken.

Um den Alltag trotz der krankheitsbedingten Einschränkungen so lange wie möglich allein bewältigen zu können, sollten Demenzbetroffene ihren Tag so einteilen, dass es für alle Aktivitäten wie Schlafen, Essen, Waschen feste Zeiten gibt. Auch Freizeitaktivitäten sollten in diesem Stundenplan einen festen Platz haben. Dies hilft, die Orientierung zu behalten und unnötigen Stress zu vermeiden.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Stand: 20-Nov-2017, 08:33 AM
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