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KÖLN (MedCon) – Miteinander zu sprechen, ist ein wesentlicher Bestandteil des Zusammenlebens von Menschen. Doch im Verlauf der Alzheimer-Demenz fällt es den Patienten immer schwerer, Sprache richtig zu gebrauchen und zu verstehen, was andere Menschen sagen. Mehr als 88 Prozent aller Pflegepersonen berichten von Kommunikationsproblemen bei Demenzpatienten.
Mit fortschreitender Alzheimer-Demenz leidet das Sprachverständnis mehr und mehr: Der Patient hat nicht nur Schwierigkeiten, sich auszudrücken, er versteht auch nicht, was gesagt wird. Allzu leicht kommt es aufgrund dieser Kommunikationsprobleme zu Missverständnissen zwischen Patient und Angehörigen oder Pflegenden.
Die Patienten ängstigt und frustriert diese Einschränkung, besonders da der demente Mensch wesentlich sensibler ist als der Gesunde. Sie ziehen sich mehr und mehr aus dem sozialen Miteinander zurück, am Schluss steht häufig das völlige Verstummen.
Der Verlust der Kommunikationsfähigkeit erschwert den zwischenmenschlichen Kontakt enorm und erhöht den Leidensdruck für Patienten, Pflegepersonen und Familie. Helfen können in dieser Situation zwei Ansätze: eine medikamentöse Therapie, die die Kommunikationsfähigkeit der Alzheimer-Patienten verbessert, und die richtige Art und Weise, mit dem Patienten zu kommunizieren.
Medikamente, die zur Behandlung der Alzheimer-Demenz eingesetzt werden, können auch die kommunikativen Fähigkeiten der Patienten deutlich verbessern. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass der bei moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz eingesetzte Wirkstoff Memantine die Sprache und das Sprachverständnis der Patienten verbessert. Es fällt ihnen leichter, sich an die richtigen Bezeichnungen für Gegenstände zu erinnern, sie können leichter Anweisungen verstehen und befolgen und sich an Gesagtes erinnern. Für die pflegenden Angehörigen bedeutet dies einen geringeren Betreuungsaufwand und die Patienten können länger und lebendiger am Miteinander in Familie und gewohntem Umfeld teilhaben.
Auch die richtige Kommunikation mit dem Patienten kann das tägliche Miteinander einfacher und für beide Seiten angenehmer und befriedigender machen. Lesen Sie hierzu in unserem Special „Kommunikation“ den Artikel „Die richtige Ansprache hilft dem Patienten, zu verstehen“.
letzte Änderung 09. Mai 2012, 14:23 Uhr
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Stand: 17-May-2012, 04:01 AM
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