Kommunikation nicht nur mit Worten

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KÖLN (MedCon) – Wenn es dem Patienten mit fortschreitender Erkrankung nicht mehr möglich ist, verbal – also mit Worten – zu kommunizieren, ist es oft hilfreich, Körpersprache und Körperkontakt einzusetzen. Unterstützen Sie Ihre Worte durch einfache Gesten. Achten Sie darauf, dass Ihre Mimik erkennbar ist, und setzen Sie diese bewusst ein.

Blicke und Berührungen

Oft geben Blicke, Gesten und Berührungen dem Kranken eher ein Gefühl der Nähe und Verbundenheit als viele Worte. Vielfach hilft es, notwendige Handlungen pantomimisch vorzumachen und Hinweise durch entsprechende Gestik zu geben. Soll der Patient beispielsweise die Toilette benutzen, begleiten Sie ihn zum Badezimmer, öffnen Sie die Tür, damit er die Toilette sieht.

Positive Gesten sind wichtig

Beim Einsatz nonverbaler Kommunikation - also Kommunikation ohne Worte - gilt es jedoch immer zu beachten, dass Gesten und Mimik vom Patienten auch negativ ausgelegt werden können. Wenden Sie sich dem Patienten möglichst immer zu, während Sie sich mit ihm beschäftigen. Bedenken Sie auch immer, dass Patienten mit Alzheimer sehr sensibel sind. Ein Augenrollen oder Grinsen, das Sie einer anderen Person zuwerfen, kann den Erkrankten verletzen und eine Abwehrhaltung auslösen. Gesten, wie die Hände in die Hüfte zu stemmen und die Arme zu verschränken, werden als abweisend empfunden.

Lächeln

Ein Lächeln oder Nicken in seine Richtung gibt dem Patienten dagegen ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Wichtig bei bettlägerigen Patienten

Bücken Sie sich lieber zum Patienten herab, besonders wenn er im Rollstuhl sitzt oder bettlägerig ist. Vermeiden Sie dabei jedoch schnelle, ruckartige Bewegungen, die erschrecken können.

Mehr Informationen:

Buchtipp:

„Alzheimer und Demenzen: Unterstützung für Angehörige“ von Sabine Engel
Die Autorin ist Mitarbeiterin der Gedächtnis-Sprechstunde an der Universität Erlangen und hat ein Schulungs-Konzept für einfühlsame Kommunikation entwickelt. Anhand vieler Beispiele erläutert sie, wie ein verständnisvoller Austausch mit dem Demenz-Patienten möglich ist.

Für 19,95 Euro im Buchhandel (ISBN 978-3830433811) erhältlich.

Broschüre:

„Hilfen zur Kommunikation bei Demenz“ von Jennie Powell
Die im Auftrag des Kuratoriums Deutsche Altershilfe übersetzte Broschüre bietet Pflegenden konkrete Hilfestellungen für die Kommunikation im Pflegealltag und unterstützt sie dabei, Menschen mit Demenz zu helfen, ihre Persönlichkeit und Eigenständigkeit zu bewahren.

Für 9,80 Euro im Buchhandel (ISBN 3-935299-26-5) oder auf der Internetseite des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe (www.kda.de) erhältlich.

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Stand: 18-Nov-2017, 12:51 PM
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