Demenz-Behandlung: der Fokus liegt auf längerem Erhalt der Alltagskompetenz

Frankfurt am Main, 24.11.2011

Eine Alzheimer-Demenz zu heilen, ist das Ziel zahlreicher Forschungsaktivitäten, jedoch nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis leider noch unrealistisch. Wohl aber ist es möglich, durch eine gezielte antidementive Therapie das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern und die vorhandenen geistigen und alltagspraktischen Fähigkeiten der Patienten möglichst lange zu erhalten.

Für das Antidementivum Memantine wurde dieser Patienten- und Angehörigen-relevante Nutzen kürzlich im Rahmen von Responderanalysen erneut bestätigt und zudem durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) anerkannt.

Die besondere Untersuchungsmethode Responderanalyse wird von der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) für die Beurteilung der Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung der Alzheimer-Demenz (Antidementiva) empfohlen. Sie ermittelt mit Hilfe allgemein anerkannter Grenzwerte die Rate an Patienten, die sich unter einer bestimmten Behandlung über einen bestimmten Zeitraum verbessert/stabilisiert haben oder bei denen eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs eingetreten ist. Da es sich bei der Alzheimer-Demenz um eine chronisch fortschreitende Erkrankung handelt, bedeutet dies konkret: je geringer der Anteil an Patienten mit einer Verschlechterung unter die allgemein anerkannten Grenzwerte, desto größer ist der Nutzen der Therapie.

Für das Antidementivum Memantine wurden Daten von über 2500 Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz in die Berechnung der Responderanalysen einbezogen. Dabei wurde gezeigt, dass sich signifikant weniger Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz unter der Behandlung mit Memantine als unter der Behandlung mit einem Scheinmedikament (Plazebo) verschlechterten. Das heißt, signifikant mehr Patienten haben von der Behandlung mit Memantine durch eine Stabilisierung oder Verbesserung profitiert, als von der Behandlung mit Plazebo.

Der Nutzen der Memantine-Therapie wurde sowohl für den Erhalt der geistigen und alltagspraktischen Fähigkeiten von Patienten mit moderater bis schwererer Alzheimer-Demenz als auch für den klinischen Gesamteindruck, also ihre allgemeine geistige und körperliche Verfassung, nachgewiesen. Darüber hinaus wurde die gute Verträglichkeit von Memantine erneut bestätigt.

Quellen:
Hellweg et al. 2011
IQWiG Rapid Report: Responderanalysen zu Memantin bei Alzheimer-Demenz, 28.03.2011

Login für Fachkreise

Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
verify here.
afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/07: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Merz Pharmaceuticals und sein/ihr Internet-Angebot: www.alzheimerinfo.de

Transparenz für Gesundheitsinformationen




letzte Änderung 29. August 2016, 14:53 Uhr

produced by GPM mbH

Erweiterte Suche

Suchergebnisse filtern auf folgende Bereiche




Merz [Logo] Merz [Logo]

Demenz-Behandlung: der Fokus liegt auf längerem Erhalt der Alltagskompetenz - alzheimerinfo.de

URL: http://www.alzheimerinfo.de/aktuelles/news/detail_1281.jsp
Stand: 24-Nov-2017, 02:09 PM
© 2017 alzheimerinfo.de. Alle Rechte vorbehalten.