14. Preis für Hirnforschung in der Geriatrie geht an drei Wissenschaftler

Frankfurt am Main, 30.01.2009

Dr. Zügel, Dr. Häussermann, PD Haensch, Dr. Perneczky und Prof. Füsgen (von links nach rechts, Foto: Merz)

Zum 14. Mal hat der Lehrstuhl für Geriatrie an der Universität Witten Herdecke den Preis für Hirnforschung in der Geriatrie verliehen. In diesem Jahr werden mit PD Carl-Albrecht Haensch, Dr. Peter Häussermann und Dr. Robert Perneczky gleich drei Wissenschaftler gewürdigt. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit neurodegenerativen Erkrankungen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird vom "Zukunftsforum Demenz", einer Initiative der Firma Merz, gestiftet.

"Mit der demographischen Entwicklung erhält die Geriatrie, also die Wissenschaft vom Altern und dem Alter, einen immer größeren Stellenwert. Der Preis für Hirnforschung in der Geriatrie ist eine Anerkennung für besondere Leistungen auf diesem Gebiet", erklärt Prof. Ingo Füsgen, Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Universität Witten-Herdecke. "Die prämierten Arbeiten tragen zu einem besseren Verständnis neurodegenerativer Alterserkrankungen bei und ebnen so den Weg für bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten".

Dr. Peter Häussermann, Zentrum für Integrative Psychiatrie, Campus Kiel, und Dr. Robert Perneczky, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der TU München, beschäftigten sich in ihren Arbeiten mit dem sogenannten geriatrischen Assessment, also der ärztlichen Einschätzung eines Patienten hinsichtlich seiner medizinischen, psychosozialen und funktionellen Möglichkeiten. Sie zeigen erstmals Zusammenhänge zwischen den hirnbiologischen Veränderungen in bestimmten Hirnarealen und der Fähigkeit zur Alltagsbewältigung auf, wie sie im Assessment gemessen wird. Die prämierten Arbeiten beschäftigen sich zudem mit der kognitiven Reserve: Durch eine gute Ausbildung und eine anspruchsvolle berufliche und soziale Aktivität kann in höherem Alter ein "kognitiver Puffer" in Anspruch genommen werden, mit dem die Auswirkung von neurodegenerativen Veränderungen zumindest teilweise kompensiert werden kann.

PD Carl-Albrecht Haensch, Helios Kliniken Wuppertal, wird für seine Arbeit über kardiovaskuläre - also Herz und Blutgefäße betreffende - Störungen ausgezeichnet, die häufig in Zusammenhang mit Morbus Parkinson auftreten. Haensch belegt, dass die vegetative Steuerung des Herzens bei Parkinson Patienten schon im Frühstadium der Erkrankung betroffen ist, wenn noch keine Herz-Kreislaufstörungen beobachtet werden.

"Von einer befriedigenden Versorgung sind wir bei neurodegenerativen Alterserkrankungen in der Bundesrepublik noch weit entfernt", erklärt Dr. Martin Zügel, Sprecher der Geschäftsführung der Merz-Gruppe. "Die Unterstützung der Hirnforschung in der Geriatrie ist uns daher ein besonderes Anliegen. Als Spezialist in den Bereichen Neurologie und Psychiatrie investiert Merz einen bedeutenden Teil seiner Einnahmen in die Forschung und Entwicklung von innovativen Substanzen. Neben umfangreichen Phase-III-Programmen startete Merz dieses Jahr zwei Phase-0-Programme, eines zur Entwicklung eines neuen Wirkstoffs zur Behandlung von Spätkomplikationen bei Parkinson, ein weiteres zur Entwicklung eines neuen Wirkstoffs zur Behandlung von Morbus Alzheimer".

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Stand: 19-Nov-2017, 03:12 PM
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