Gegen Alzheimer darf es ruhig eine mehr sein: Ein Effekt zeigt sich ab drei Tassen pro Tag

Frankfurt am Main, 30.01.2009

Schon eine Tasse Kaffee pro Tag kann das Gehirn vor den Folgen eines erhöhten Cholesterinspiegels und damit auf lange Sicht vor Alzheimer schützen, hatte eine Studie von US-Forschern bereits im Vorjahr ergeben. Nun begaben sich auch Wissenschaftler der finnischen Universität von Kuopio gemeinsam mit Kollegen am Karolinska-Institut in Stockholm und dem Institut für nationale öffentliche Gesundheit in Helsinki auf die Spuren des Gesundheitseffekts von Koffein.

Dabei griffen sie auf Daten einer Langzeitstudie zurück. 21 Jahre lang hatte sie Angaben von Testpersonen erfasst. An der Befragung nach gut zwei Jahrzehnten nahmen noch 1409 Menschen teil. Inzwischen waren sie zwischen 65 und 79 Jahre alt. 61 von ihnen waren dement – 48 litten an Alzheimer. Das Ziel sei gewesen, den Zusammenhang zwischen Kaffee- und Teekonsum im mittleren Alter und dem Risiko für Demenz oder Alzheimer im späteren Leben zu untersuchen, erklärt Miia Kivipelto von der Universität von Kuopio – insbesondere, weil die Langzeitwirkung von Koffein auf das zentrale Nervensystem bislang noch unbekannt war. „Die pathologischen Prozesse, die zu Alzheimer führen, manifestieren sich möglicherweise schon Jahrzehnte bevor sich die Krankheit tatsächlich klinisch nachweisen lässt“, sagt die Studienleiterin.

Vor allem mäßige Kaffeetrinker profitieren

Wie viel Kaffee die Probanden konsumierten, ermittelte das Forscherteam per Fragebogen. Die Kaffeemenge war in drei Kategorien eingeteilt: keine bis zwei Tassen pro Tag (geringer Konsum), drei bis fünf Tassen (mäßiger Konsum) und mehr als fünf Tassen (hoher Konsum). Den Teeverbrauch unterschied der Fragebogen in kein Teekonsum und eine oder mehr Tassen Tee pro Tag.

Die Studie zeigte, dass Kaffeetrinker im mittleren Alter später seltener an Demenz und Alzheimer erkrankten. Das geringste Risiko stellten die Wissenschaftler für die mäßigen Kaffeetrinker fest, die sich täglich drei bis fünf Tassen gönnten. Auch wenn die Forscher andere Faktoren zu ihrer Auswertung hinzuzogen, änderte sich das Ergebnis nicht. Die Teetrinker dagegen waren unter den Probanden in der Minderheit. Teekonsum wirkte sich nicht auf die Alzheimer- und Demenzquote aus.

Miia Kivipelto hofft nun, dass die Vorliebe für den Bohnenaufguss eine große Bedeutung für die Prävention von Alzheimer und Demenz spielen könnte.

Die finnisch-schwedische Studie ist im Journal of Alzheimer’s Disease erschienen.

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