100-Jährige leben immer selbstständiger

Frankfurt am Main, 22.01.2014

13.000 Menschen sind in Deutschland mittlerweile 100 Jahre oder älter. Nach der zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie steht fest: die Hochbetagten sind geistig sowie körperlich fitter und leben heute häufiger zuhause als gleichaltrige Senioren der ersten Untersuchung.

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In der Zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie, welche von der Robert Bosch Stiftung und der Dietmar Hopp Stiftung gefördert wurde, haben Forscher der Universität Heidelberg 112 Menschen im Alter von 100 Jahren oder älter und ihre Kinder zu alltäglichen Herausforderungen, Aktivitäten und sozialer Einbindung sowie zur Lebensqualität befragt. Die Ergebnisse verglichen sie mit den Resultaten einer ersten Untersuchung aus dem Jahr 2001.

Ziel der repräsentativen Studie war es, die Lebenssituation und die Herausforderungen der Hundertjährigen näher zu ermitteln und Lösungen zu finden, wie diese Menschen bestmöglich unterstützt werden können, aber auch vorhandene Stärken Hochbetagter zu beschreiben.

Die Zahl der Hundertjährigen hat sich in Deutschland zwischen den Jahren 2000 und 2010 von 6.000 auf etwa 13.000 erhöht. Die Studie belegt, dass diese Hundertjährigen heute geistig und körperlich fitter sind als die Hochaltrigen der ersten Umfrage. Beispielsweise weisen 52 Prozent der Hundertjährigen keine oder nur geringe geistige Einschränkungen auf. 2001 waren es lediglich 41 Prozent. Es sind heute also deutlich mehr hochbetagte Menschen in der Lage, ihren Alltag weitgehend eigenständig zu meistern, beispielsweise selbstständig zu kochen und zu essen, Körperpflege zu betreiben, zu telefonieren oder Geldangelegenheiten zu erledigen.

Die Studie zeigt auch auf, dass heute 59 Prozent der Hundertjährigen zuhause leben. Im Vergleich zur ersten Untersuchung hat sich die Zahl der Hochaltrigen, die alleine leben, verdoppelt. Die größte Unterstützung leistet dabei die Familie. Der Familienanschluss scheint zudem ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die Lebenszufriedenheit zu sein.

Mehr als 80 Prozent der Hochbetagten halten ihr Leben, laut der Studie, trotz der Einschränkungen, und Verluste, die das hohe Alter mit sich bringt, für lebenswert und sind damit zufrieden. Psychologische Stärken wie eine optimistische Einstellung und Lebenswillen haben bei der Lebenszufriedenheit eine größere Bedeutung als zum Beispiel Gesundheit oder geistige Leistungsfähigkeit.

„Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse unserer Studie, dass das Erleben von Verlusten durch Einschränkungen beispielsweise im gesundheitlichen Bereich sich nur bedingt auf das Wohlbefinden auswirkt und dass ein sehr hohes Alter auch positive Seiten hat, beispielsweise eine deutliche Wertschätzung des Lebens“, erklärt Studienleiterin Prof. Dr. Daniela Jopp.

Quellen: Pressemitteilung Nr. 177/2013 vom 19. Juli 2013 der Universität Heidelberg
Pressemitteilung vom 25. März 2013 der Robert Bosch Stiftung

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