Frankfurt am Main, 08.03.2007
Nur etwa jeder achte Alzheimerkranke wird hierzulande so behandelt, wie es die medizinischen Therapie-Leitlinien vorsehen.
Der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit ist für den denkenden Menschen eine der schlimmsten Bedrohungen, die ihm in seinem Leben widerfahren kann. Mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind bereits von Demenz betroffen, davon leiden ca. 70 Prozent an einer Alzheimer-Demenz.
Jedes Jahr erkranken rund 120.000 Bundesbürger neu an Alzheimer. Das Risiko wächst mit dem Alter. Geheilt werden kann die Krankheit derzeit nicht, wohl aber ist es möglich, das Fortschreiten der Symptome wie Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit und geistiger Leistungseinschränkungen durch spezielle Medikamente, so genannte Antidementiva, zu verzögern.
In einer Studie vom VfA (Verband der forschenden Arzneimittelhersteller) wurde gezeigt, dass nur 13 Prozent der Alzheimer-Patienten mit Antidementiva behandelt werden. Auswirkungen hat dies nicht nur für die Erkrankten selbst. Ihnen wird die Chance vorenthalten, mit wirksamen Medikamenten das geistige Leistungsvermögen noch einige Zeit aufrecht zu erhalten.
Die Unterversorgung belastet indirekt aber auch die Familienangehörigen, die zu 80 Prozent die Pflege- und Betreuungsarbeit leisten. Eine angemessene und frühzeitige Therapie mit wirksamen Antidementiva kann den täglichen Zeitaufwand für die Pflege eines Alzheimerkranken verkürzen. Diese Zeit gewinnen die Angehörigen für die eigene Erholung.
Auszug aus: Medizin-News Online, 26.2.2007
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letzte Änderung 09. Mai 2012, 14:23 Uhr
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Stand: 17-May-2012, 04:13 AM
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