Kann man Alzheimer vorbeugen: Schutz durch Aktivität und gesunde Ernährung

Frankfurt am Main, 24.10.2006

BERLIN (MedCon) — Schon heute leiden mehr als eine Million Menschen in Deutschland an der Alzheimer–Krankheit oder einer anderen Form der Demenz. Da die Zahl der älteren Menschen in den nächsten Jahrzehnten steigen wird, nimmt voraussichtlich auch die Zahl der Erkrankten zu, schätzen die Experten. Viele, gerade ältere Menschen haben Angst, selbst zu erkranken und stellen sich und ihren Ärzten immer wieder die Frage nach möglichen Präventionsmaßnahmen.

„Eine gezielte Vorbeugung durch bestimmte Medikamente ist heute noch nicht möglich. Dazu sind die Ursachen immer noch nicht genau genug bekannt“, schreibt Nicola T. Lautenschlager von der Universität Perth (Australien) in der Zeitschrift „Alzheimer Info“ (3/2006).

Allerdings, so Lautenschlager, gebe es durchaus Möglichkeiten der unspezifischen Vorbeugung, die das Gehirn widerstandsfähiger gegen den Krankheitsprozess machen sollen.

Körperliche Aktivität

Ein potenzieller Schutzfaktor ist körperliche Aktivität. Mehrere Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Bewegung bei Älteren geistige Leistungseinschränkungen um bis zu 50 Prozent verringern kann. Und: Gehirn–Jogging tut gut. Dazu gehören Gedächtnistraining, Rätsel lösen, Lesen, Musizieren etc.

Gesunde Ernährung

Auch von der Ernährungsweise könnte eine vorbeugende Wirkung ausgehen: Die Vitamine C und E (aus Obst, Nüssen, Pflanzenkost/–ölen), Vitamin B (inklusive Folsäure aus grünem Gemüse) und Omega–3–Fettsäuren (in Fisch enthalten) scheinen mit einem verringerten Demenzrisiko verknüpft zu sein. Bekannt ist ebenfalls, dass ein Diabetes mellitus das Demenzrisiko erhöht.

Blutdrucksenkung

Der bisher einzige Schutzfaktor, der wissenschaftlich nachgewiesen wurde, gilt nur für Menschen mit Bluthochdruck: Durch zu hohen Blutdruck ausgelöste Schädigungen der Blutgefäße können nicht nur die Ursache für eine vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz sein, sondern auch die Entstehung der Alzheimer–Krankheit beschleunigen.

Wird der Blutdruck effektiv therapiert, besteht offenbar kein gesteigertes Erkrankungsrisiko mehr. In einer europäischen Studie konnte gezeigt werden, dass sich damit die Zahl der demenziellen Neuerkrankungen in dieser Gruppe um die Hälfte senken ließ.

Das Thema „Vorbeugung“ steht auch auf dem Programm des 22. Kongresses von Alzheimer´s Disease International vom 12. bis 16. Oktober in Berlin, der Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler.

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