Mediterrane Kost senkt das Risiko für Alzheimer-Demenz

Frankfurt am Main, 05.05.2006

KÖLN (MedCon) – Eine Ernährung reich an Fisch und pflanzlichen Bestandteilen, die bei uns als so genannte Mittelmeerdiät bekannt ist, beugt nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, sondern senkt auch das Risiko für einen Morbus Alzheimer. Das sind Ergebnisse einer amerikanischen Studie mit gut 2200 Teilnehmern, die durchschnittlich vier Jahre lang nachbeobachtet wurden.

Ihr Fazit: Die Probanden, die wenig Fleisch und Milchprodukte, dafür aber viel frischen Fisch, Obst, Gemüse und Getreideprodukte sowie etwas Alkohol zu sich nahmen, verringerten ihr Erkrankungsrisiko um fast 40 Prozent im Vergleich zu jenen, die fettlastige „Hausmannskost“ bevorzugten.

Bei der Mittelmeerdiät handelt es sich um eine grundlegende Ernährungsweise, wie sie für die Länder rund um das Mittelmeer typisch ist. Olivenöl spielt dabei ebenso eine Rolle wie viel frisch zubereitetes Gemüse, Tomaten, Knoblauch, Fisch, Brot und etwas Rotwein. Die positive Wirkung einer solchen Ernährung auf das Herz-Kreislauf-System wurde mittlerweile in diversen Studien nachgewiesen. Bereits seit längerer Zeit vermuten Experten außerdem, dass die gesunden Inhaltsstoffe und der Verzicht auf tierische Fette und Eiweiße das Demenz-Risiko positiv beeinflussen könnten.

Dr. Nikolaos Scarmeas und Kollegen von der Columbia-University New York befragten daher 2258 gesunde Freiwillige über ihre Ernährungsgewohnheiten. Diese wurden anschließend auf einer Mittelmeerdiät-Skala von 0 bis 9 bewertet: Je stärker sich ein Proband an die Vorgaben der Kost hielt, desto höher war seine Punktzahl. Zudem analysierten die Forscher die Krankengeschichten der Teilnehmer, erfassten deren Lebensgewohnheiten und unterzogen sie einer medizinischen bzw. neurologischen Untersuchung, welche vier Jahre lang etwa alle 18 Monate wiederholt wurde.

Im Studienzeitraum erkrankten 262 der Teilnehmer an M. Alzheimer. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit ausbrach, wurde dabei eindeutig von Ernährungsgewohnheiten beeinflusst: Mit jedem zusätzlichen Punkt auf der Mittelmeerdiät-Skala sank das Risiko um etwa 9 bis 10 Prozent. Verglichen mit der Gruppe mit der geringsten Punktzahl hatten die Teilnehmer mit mittleren Werten ein um 15 bis 21 Prozent und die Probanden mit den höchsten Punktzahlen sogar ein um knapp 40 Prozent verringertes Risiko – übrigens auch, als die Wissenschaftler andere Lebensstilfaktoren mitberücksichtigten.

Quelle: Annals of Neurology, Online-Vorabveröffentlichung vom 18. 4.2006

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