Frankfurt am Main, 12.10.2005
KÖLN (MedCon) – Selbst wenn Menschen mit Alzheimer- oder einer anderen Altersdemenz gut versorgt werden, bleibt das Thema Essen oft ein problematisches Feld, dass von körperlichen Einschränkungen, wie abnehmenden Appetitt bzw. Durstgefühlen und Schluckbeschwerden zusätzlich bestimmt ist. Noch schlimmer wird es, wenn im Spätstadium einer Demenz auf künstliche Ernährung zurückgegriffen werden muss.
"Nur weil Außenstehende dieses Leben nicht als lebenswert oder würdevoll empfinden, ist es ethisch nicht vertretbar, diesen Menschen das Lebensrecht abzusprechen und deshalb auf die Einleitung einer künstlichen Ernährung über eine Ernährungssonde (PEG) zu verzichten", kritisierte kürzlich Christian Kolb in der Ausgabe von PRO ALTER, dem Fachmagazin des Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA).
Der Krankenpfleger, der sich intensiv mit dem Thema "Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken" beschäftigt, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig es ist, den Willen bzw. mutmaßlichen Willen der Betroffenen sorgsam zu ergründen. Kolb zeichnete in seinem Artikel ausführlich die unterschiedlichen Aspekte der künstlichen Ernährung im Spannungsfeld zwischen einer sinnvollen Lebensverlängerung und einer Störung des natürlichen Sterbeprozesses auf.
Quelle: PRO ALTER 3/2005
letzte Änderung 31. Januar 2012, 17:34 Uhr
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Stand: 05-Feb-2012, 05:05 AM
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