Kompetenznetz Demenzen pflegt eine der weltweit größten Demenzdatenbanken

Frankfurt am Main, 30.09.2005

MANNHEIM (MedCon) - Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenznetz Demenzen hat eine der derzeit weltweit größten Demenzdatenbanken aufgebaut. Die Daten aller 4800 Patienten, die bisher in den Projekten des bundesweiten Forschungsverbundes untersucht wurden, sind darin gesammelt.

Daten von Patienten mit Demenz unterschiedlicher Ursache

Die Biomaterialbank verfügt über die Blut- und Liquorproben (Rückenmarksflüssigkeit) von mehr als 1.000 Patienten und DNA-Proben von etwa 4.800 Patienten. Die Ergebnisse der neuro-psychologischen Tests, denen sich alle Probanden unterzogen haben, sind ebenfalls Teil der Datenbank. Hinzu kommen die Daten der Bildgebung, davon mehr als 340 spektroskopisch kernspintomographische Bilder, die Auffälligkeiten in der Stoffwechselaktivität des Gehirns zeigen, und mehr als 500 morphometrisch kernspintomographische Untersuchungen, die Veränderungen der Gehirnstruktur abbilden. Die Proben sind von Patienten mit "Leichten Kognitiven Störungen" (LKS) und leichter Demenz unterschiedlicher Ursache, wie Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz oder Lewy-Körperchen-Demenz.

Ziel: Verbesserung von Früh- und Differentialdiagnostik

Das Kompetenznetz Demenzen will mit seiner Datensammlung die Grundlage für die Verbesserung der Früh- und Differenzialdiagnostik von Demenzen schaffen - von der Ermittlung und Erforschung neuer laborchemischer Blut- und Liquormarker, über die Optimierung bildgebender Verfahren und der neuropsychologischen Diagnostik bis hin zur Verbesserung der Diagnosesicherheit durch die Kombination der Untersuchungsverfahren.

Verlaufsvorhersage bei LKS-Patienten

Zudem will das Kompetenznetz mit seiner Datenbank eine möglichst sichere Verlaufsvorhersage von LKS und Demenzen ermöglichen, damit LKS-Patienten möglichst frühzeitig identifiziert und die Frage geklärt werden kann, welche LKS-Patienten eine Alzheimer-Demenz entwickeln oder eine prädemenzielle Alzheimer-Krankheit haben. Das Ziel ist, eine langfristig zugängliche Datenbank für die Erforschung der Alzheimer- und anderer Demenzen aufzubauen, um so Diagnostik und Behandlung von Demenzpatienten zu verbessern.

Entwicklung standardisierter Diagnostik-Instrumente

Daneben wurden standardisierte Diagnostik-Instrumente (z. B. neuropsychologische Testverfahren, neurochemische Marker und bildgebende Verfahren) entwickelt, die eine bessere Zuordnung zu den verschiedenen Demenzformen erlauben. Im Bereich der neurochemischen Demenzdiagnostik erlauben neue Methoden die einheitliche Behandlung von Blut- und Liquorproben an verschiedenen Zentren. Ebenfalls standardisiert wurden die Messprotokolle der kernspinspektroskopischen und volumetrischen Untersuchungen, so dass diese an unterschiedlichen Zentren miteinander vergleichbar und gemeinsam auswertbar sind.

Quelle: Kompetenznetz Demenzen, September 2005

http://www.kompetenznetz-demenzen.de/

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Stand: 20-Nov-2017, 04:55 AM
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