These erhärtet sich: Kupfermangel führt zu Alzheimer

Frankfurt am Main, 31.08.2005

BERLIN (MedCon) - Alzheimer-Patienten zeigen deutlich niedrigere Kupferspiegel im Hirngewebe als gesunde Personen. Deshalb vermuten Wissenschaftler: Ist der Kupferspiegel im menschlichen Gehirn zu niedrig, kann APP, das so genannte Amyloid-Vorläuferprotein, das das Gleichgewicht des zellulären Kupferstoffwechsels beeinflusst, keine Bindungen eingehen.

APP bildet dann die schädlichen Amyloid-Aß-Proteine, also die Plaques-Ablagerungen, die die Hirnzellen zerstören. Die Annahme liegt nahe, dass eine Besserung des Gesundheitszustandes durch eine verstärkte Kupfersalzaufnahme erreicht werden kann. Das Kupfer ist zudem bioverfügbar, das heißt, es gelangt ganz einfach über die Nahrung bis in den Hirnstoffwechsel und soll dort zu einer Normalisierung des Kupferspiegels führen.

Den aussichtsreichen Therapieansatz mit Kupfer hat eine Arbeitsgruppe um den Dr. Gerd Multhaup von der Freien Universität Berlin gemeinsam mit Kollegen der Universität des Saarlandes entdeckt. Erste Erfolge können die Forscher jetzt belegen.

Die Alzheimer Krankheit ist durch den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit gekennzeichnet, die im Verlauf zunimmt und zum Totalverlust der Persönlichkeit führen kann. Es gibt vermehrt Hinweise darauf, dass der Stoffwechsel des essentiellen Metallions Kupfer bei der Alzheimer-Krankheit beeinträchtigt ist.

Patienten mit niedrigem Kupferspiegel zeigten signifikant höhere ADAS-cog-Werte (mehr Fehler im Test) als Patienten mit durchschnittlichen Kupferwerten, haben die Forscher entdeckt. "Das Ergebnis stützt die Hypothese, dass die meisten Alzheimer-Patienten unter Kupfermangel leiden", meint Multhaup und glaubt, dass eine vermehrte Aufnahme von Kupfer über die Nahrung therapeutisch von Nutzen sein könnte. Ob das zutrifft, wird die derzeit durchgeführte Doppelblind-Studie zeigen, die an der Universität des Saarlands unter der Leitung von Dres. Frank Pajonk und Thomas Bayer in der Klinik für Psychiatrie durchgeführt wird.

Quelle: FU Berlin

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