Neue Publikation zur Alzheimer Demenz zeigt: Patienten mit Verhaltensstörungen profitieren von Memantine

Frankfurt am Main, 10.05.2005

FRANKFURT, 10. Mai 2005 – Häufig wird die Alzheimer Demenz in erster Linie mit kognitiven Beeinträchtigungen, insbesondere dem Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, verbunden. Das trifft für die Anfangsphase der Erkrankung zu. Ab dem mittleren Krankheitsstadium dominieren aber vielmehr nicht-kognitive Störungen wie funktionale Beeinträchtigungen und Verhaltensauffälligkeiten, die als Stimmungsschwankungen, Angstgefühle, psychotische Erscheinungen, starke Agitiertheit und Aggression auftreten können.

Diese stellen nicht nur für die betroffenen Patienten, sondern auch für die Familien und Betreuer, eine weitaus größere Belastung dar als der Gedächtnisverlust. Sie geben häufig den Ausschlag für die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung, weil man mit der Überforderung durch das auffällige und belastende Verhalten der Patienten nicht mehr fertig wird1.

Dass sich diese stark belastenden Verhaltensauffälligkeiten – insbesondere Agitiertheit und Aggression – durch eine Therapie mit Memantine positiv beeinflussen lassen, zeigen die aktuellen Ergebnisse einer Untersuchung von Prof. S. Gauthier und Mitarbeitern, die soeben im International Journal of Geriatric Psychiatry veröffentlicht wurde2. Daraus resultiert nicht nur eine konkrete Entlastung der Patienten und aller Betreuer, sondern potenziell auch die Verschiebung einer notwendigen Heimunterbringung auf einen späteren Zeitpunkt.

Neben der verbesserten Therapie konnten die gesundheitsökonomischen Vorteile und Kostenersparnisse3 bei der Memantine-Therapie in früheren Publikationen gezeigt werden.

Quellen:

1 Ferris S.H. et al. (1987):
Institutionalization of Alzheimer`s disease patients:reducing precipitating factors through family counselling. Home Health Care Serv Q 8: 23 - 51

2 Gauthier S., Wirth Y. Möbius H.J. (2005):
Effects of memantine in behavioural symptoms in Alzheimer`s disease patients: an analysis of the Neuropsychiatric Inventory (NPI) data of two randomized, controlled studies. Int. J. Geriatric Psychiatry 20: 459 -464

3 Wimo A. et al. (2003):
Resource utilization and cost analysis of memantine in patients with moderate to severe Alzheimer`s disease. Pharmacoeconomics 21: 327-340

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Stand: 20-Nov-2017, 10:13 AM
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