Der Alois Alzheimer Award 2004

Frankfurt am Main, 05.11.2004

FRANKFURT/MÜNCHEN, 05. November 2004 - Den international renommierten AloisAlzheimer Award 2004 erhält in Anerkennung seines Lebenswerkes der ehemalige Professor und Direktor des Anatomischen Institutes an der Johann Wofgang Goethe Universität in Frankfurt am Main, Professor Dr. med. Heiko Braak. Professor Dr. Braak nahm den von einem internationalen Preisrichterkollegium und Merz Pharma verliehenen, auf 20.000 USD dotierten Preis im Rahmen der 100-Jahr-Feier des Klinikums für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München entgegen.

Die Jurymitglieder, international anerkannte Demenz-Experten aus Deutschland, Schweden, Frankreich und Großbritannien, würdigte vor allem die Arbeiten des anerkannten Neuropathologen Braak zur Pathoarchitektonik neurodegenerativer Erkrankungen. Diese hätten, so Prof. Dr. Möller bei der Übergabe des Preises im Festsaal des Klinikums, entscheidend dazu beigetragen, althergebrachte Vorstellungen über die Pathogenese des Morbus Alzheimer und anderer Demenzerkrankungen zu überdenken. Dem diesjährigen Preisträger sei es gelungen, eine Stadiengliederung für den Morbus Alzheimer und den Morbus Parkinson zu entwickeln, die erstmals das wahre Ausmaß beider Krankheiten bereits im frühen Erkrankungsstadium verdeutliche.

"Angesichts der gravierenden Zunahme der an Alzheimer-Demenz erkrankter Patienten - bereits heute leiden 75 Prozent der rund 1,2 Millionen Demenz-Erkrankten allein in Deutschland an dieser Krankheitsform - und der damit verbundenen gewaltigen Kosten für Gesellschaft und Gesundheitssystem kommt gerade der Diagnostik und der darauf aufbauenden frühzeitigen und zielgerichteten Therapie der Krankheit eine immer stärkere Bedeutung zu." Begründet Günther Sauerbrey, Leiter Health Care Relations Merz Pharma die Entscheidung für den diesjährigen Preisträger. Dessen Arbeiten seien stets auf die gezielte Suche nach neuen Instrumentarien für eine Frühdiagnose ausgerichtet und Basis verschiedenster erfolgversprechender Therapieansätze, ergänzt er in seinen Ausführungen anlässlich der Preisübergabe. Merz Pharma, führend im Bereich der Alzheimer-Forschung, hat den weltweit einzigen Wirkstoff (Memantine) entwickelt, der für die Therapie der mittleren bis schweren Alzheimer-Demenz zugelassen ist.

Der 1995 durch die Münchener Universität ins Leben gerufene Alois Alzheimer Award geht auf den Deutschen Mediziner Dr. Alois Alzheimer zurück, der 1901 erstmals diese Form der Demenz-Erkrankung diagnostizierte und die Ergebnisse 1906 wissenschaftlich publizierte. Der Preis ehrt Wissenschaftler, deren Forschungsarbeiten das Wissen der Ätiologie, der Pathogenese, der Diagnostik oder der Therapie der Alzheimer'schen Krankheit oder verwandter Krankheitsbilder durch neue Erkenntnisse bereichert haben.

Die bisherigen Preisträger

Der 1995 durch die Ludwig-Maximilians-Universität München ins Leben gerufene Alois Alzheimer Award ehrte unter anderem die Forschungsarbeit folgender Wissenschaftler:

1995

Dr. Peter St. George-Hyslop,
Center for Research in Neurodegenerative Diseases
Universitiy Toronto, Canada

1996

Prof. Allen D. Roses
Duke University Medical Center
Durham, North Carolina, USA

1997

Dr. Bengt Winblad
Department of Clinical Neuroscience And Familiy Medicine
Karolinska Institute, Huddinge Hospital, Sweden

1998

Dr. Colin Masters
Department of Pathology Universitiy of Melbourne

1999

Prof. Dr. rer. Nat. Christian Haass
Adolf-Butenandt-Institut der
Ludwig-Maximilians-Universität München, Germany

2001

Prof. Dr. Kaj Blennow
University of Goteborg, Sweden

2002

Prof. Bart de Strooper
Universität von Leuven, Belgien

Die Demenz-Erkrankung Alzheimer (www.alzheimerinfo.de):

Die von Alois Alzheimer 1901 erstmals wissenschaftlich diagnostizierte Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form einer Demenz (Verlust von intellektuellen und kognitiven Hirnfunktionen / Denkleistungen). Sie ist durch die typischen Zeichen wie Gedächtnisverlust, Verlust von Argumentations- und Urteilsfähigkeit sowie der Orientierung und von Veränderung in Stimmung und Verhalten gekennzeichnet. An ihrer Entstehung sind Botenstoffe (Neurotransmitter) grundlegend beteiligt. Ein besonders wichtiger Botenstoff ist Glutamat. Er ist bei Lern- und Gedächtnisvorgängen bedeutsam. Glutamat bewirkt, dass Kalzium in die Nervenzellen einströmt, um das Signal innerhalb der Zelle weiterleiten zu können. Im Gehirn eines Alzheimerkranken ist die Glutamatkonzentration unnatürlich hoch - auch ohne dass ein Signal weitergeleitet werden soll. Derzeit sind in Deutschland rund 15% der Gesamtbevölkerung, ca. 9,5 Millionen Menschen, über 65 Jahre alt. Die Zahl der Demenzkranken liegt bei etwa 1,2 Millionen. Aufgrund der wachsenden epidemiologischen und sozioökonomischen Bedeutung wurde die Demenz in den vergangenen Jahren zu einem Schwerpunkt der Forschung.

Der Sponsor: Merz Pharma (www.merz.de):

Merz Pharma ist ein internationales Healthcare Unternehmen. Das Tochterunternehmen Merz Pharmaceuticals konzentriert sich auf die Forschung und Entwicklung von Medikamenten für neurologische und psychiatrische Erkrankungen. Merz Pharmaceuticals ist führend im Bereich der Alzheimer-Forschung und hat den weltweit ersten Wirkstoff (Memantine) zur Behandlung von mittlerer bis schwerer Alzheimer-Demenz entwickelt. Weitere Indikationsgebiete, in denen Merz Pharmaceuticals aktiv ist, sind die Dermatologie sowie Stoffwechselkrankheiten.

Ihr Ansprechpartner:

Merz Pharma GmbH & Co. KGaA
Corporate Communications
Eckenheimer Landstraße 100
60318 Frankfurt
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Fax: 069 / 15 03 - 400

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