Diabetes und Demenz gehen oft Hand in Hand

Frankfurt am Main, 25.10.2004

STOCKHOLM (MedCon) - Alte Menschen mit Diabetes haben - schwedischen Forschungsergebnissen nach - ein erhöhtes Risiko für eine so genannte vaskuläre Demenz, aber auch für Alzheimer-Krankheit.

Unter vaskuläre Demenz versteht man den schrittweisen Verfall intellektueller Kräfte, der dadurch deutlich wird, dass verschiedene Hirnregionen durch mangelnde Blutversorgung geschädigt werden.

Die Wissenschaftler um Dr. Chengxuan Qiu vom Stockholm Gerontology Research Center untersuchten 1.300 über 75-Jährige, von den 350 in durchschnittlich sechs Jahren eine Demenz entwickelten - darunter waren dann 260 Alzheimer-Fälle und 49 Fälle von vaskulärer Demenz.

Ein Diabetes erhöhte das Demenzrisiko um das 1,5-fache, das für eine vaskuläre Demenz um das 2,6-fache, Diabetes in Kombination mit stark erhöhtem systolischen Blutdruck erhöhte signifikant das Risiko für Demenz (3,0-fach), für Alzheimer-Erkrankung (2,6-fach) und vaskulärer Demenz (11,3-fach), berichten sie in der Fachzeitschrift Neurology.

Diese Ergebnisse zeigen, dass eine Kombination vieler Ansätze, wie Veränderungen des Lebensstils, Anwendung geeigneter Medikamentenregime etc. zur Vorbeugung auch von Demenz wichtig sind, schließen die Autoren.

Quelle: Neurology Oktober 2004

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