Tricks erlaubt: Wie Alzheimer-Kranke zum Arzt kommen

Frankfurt am Main, 23.10.2003

MARBURG (MedCon) 23.10.2003 – Bei Verdacht auf Alzheimer-Erkrankung sollten Angehörige nicht lange zögern und die Betroffenen notfalls unter einem Vorwand zum Arztbesuch bewegen, rät das Deutsche Grüne Kreuz (DGK).

Der Mediziner könne eine beginnende Demenzerkrankung mit vergleichsweise einfachen Mitteln feststellen und durch solch eine Frühdiagnose weiteren Schaden abwenden. Denn viele ältere Menschen bemerken zwar Verfallserscheinungen wie Gedächtnisausfälle und Konzentrationsprobleme (typische Anzeichen für eine beginnende Alzheimer-Erkrankung), stellen jedoch meist weder den Zusammenhang her, noch ziehen sie die richtige Konsequenzen und gehen zum Arzt. Vielmehr zögen sie sich - frustriert über die eigene Unzulänglichkeit - immer weiter aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Oft mischt sich dahinein auch noch Misstrauen gegenüber den nächsten Angehörigen.

Durch eine rechtzeitig eingeleitete Therapie lassen sich übrigens auch die psychischen Störungen, unter denen vier von fünf Demenz-Patienten leiden, mildern. Der Griff zu "Überredungstricks" beim Arztbesuch lohnt sich also für alle Beteiligten.

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Stand: 18-Nov-2017, 12:48 PM
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