Ich pflege meine Mutter selbst, seit vor 2 Jahren eine Demenz diagnostiziert wurde, zu Hause.
Weder von Ärzten noch von anderen geeigneten Einrichtungen erhalte ich sinnvolle Unterstützung außer gleichbleibenden Rezepte, die mit anderen Vorerkrankungen zu tun haben.
"Gegen Demenz hilft nichts" höre ich gleichlautend. Krankheitssymptome, die ich als nicht demenziell Erkrankter bestätigen kann, werden als zur Demenz gehörend abqualifiziert und nur nach konsequenter Aufforderung behandelt. Angaben von pflegenden Angehörigen werden grundsätzlich und immer angezweifelt, obwohl ich als einziger die Patientin 24 Stunden am Tag sehe und beobachte. Um jedes Hilfsmittel (die nicht mal empfohlen werden) muss ich Widerspruchs- und Gerichtsverfahren führen.
Die Ersteinstufung erfolgte in die II. Alle Gutachten bestätigen nun eine Verschlechterung, eine Einstufung in eine III zu erhalten, scheint allerdings genauso utopisch wie Marsmännchen in Berlin zu treffen.
Die behandelnde Neurologin vertritt die Ansicht: Zitat "Die Pflegestufe III ist Patienten, die im Koma liegen, vorbehalten!"
Meine Mutter hat jemanden an der Seite, der für sie kämpft. Wie lange ich das noch durchhalte ohne jegliche Hilfe, bleibt fraglich! Zum Glück haben ca. 2 Mio. Pflegebedürftige auch jemanden, der sie nicht hängen lässt!
Autor: G.R.
letzte Änderung 09. Mai 2012, 14:23 Uhr
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Stand: 17-May-2012, 04:31 AM
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