Diese Erfahrung musste ich auch machen. Obwohl ich Arzthelferin bin, musste ich erst mal lernen und lerne immer noch.
Bei meiner Mutter ( 86 Jahre) wurde im Oktober 2006 eine Alzheimer Demenz mit spätem Beginn diagnostiziert. Man muss sich immer und immer wieder vor Augen halten, dass alles, was die Patienten machen, nicht böse gemeint oder willkürlich ist.
Ich habe mich über Broschüren informiert, meine Töchter (Krankenschwestern) haben mir Info-Material mitgebracht. Und trotzdem: Es ist schwer. Vor allen Dingen wenn die Schließmuskel nicht mehr funktionieren, wenn sie plötzlich nicht mehr essen „kann“, wenn sie jede Nacht 5-6 Mal nach mir ruft. Dann ruhig und gelassen zu bleiben, ist sehr, sehr schwer. Durch meinen Mann habe ich eine riesige Unterstützung, er ist da, wenn ich arbeite. Wir können sie nicht mehr alleine lassen.
Aber sie ist nicht böse und sie erkennt uns auch noch. Bleibt das so?
Wie dem auch sei, sie ist meine Mutter. Früher war sie für mich da und ich bin entschlossen, heute für sie da zu sein. Das ändert aber nichts daran, dass ich manchmal verzweifelt bin.
Autor: R.G.
letzte Änderung 09. Mai 2012, 14:23 Uhr
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Stand: 17-May-2012, 04:37 AM
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