Betreutes Wohnen: Was sollte man beachten?

Rund 160.000 Senioren wohnen in mehr als 4000 Anlagen in Form des Betreuten Wohnens. "Oft sind die Erwartungen beim Einzug zu hoch gesteckt", erklärt Prof. Saut, der eine Studie zum Betreuten Wohnen im Alter durchgeführt hat. Aber die Augsburger Studie hat auch offen gelegt, dass die Zufriedenheit beim Betreuten Wohnen höher ist als gemeinhin angenommen. Mehr als zwei Drittel der Bewohner würden sich auch ein Jahr nach Einzug wieder fürs "Betreute Wohnen" entscheiden, und fast genauso viele empfehlen dieses Wohnkonzept anderen Älteren.

Was ist Betreutes Wohnen?

Die Senioren leben in ihren eigenen Wohnungen, können aber bei Bedarf Mahlzeiten oder hauswirtschaftliche Dienste in Anspruch nehmen. Neben anderen immer populärer werdenden Einrichtungen für die dritte Lebensphase wie Mehrgenerationen-Häusern oder Alters-WGs ist vor allem das Betreute Wohnen eine Alternative zum Altenheim geworden.

Checkliste Betreutes Wohnen

Anforderungen an Wohnanlagen

Anlagen mit 60 bis 80 Wohnungen haben nach Einschätzung von Experten eine ideale Größe. Günstig ist es, wenn die Einrichtung ein zweiwöchiges Probewohnen anbietet. Auf diese Weise kann der Interessent die täglichen Abläufe kennenlernen.

Selbstständigkeit notwendig

Betreutes Wohnen erfordert ein gewisses Maß an Selbstständigkeit. Bei andauernder Pflegebedürftigkeit ist meist der Umzug in ein Pflegeheim nötig.

Getrennte Verträge

Betreutes Wohnen setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen:

Die beiden Verträge sollten unbedingt getrennt abgeschlossen werden und getrennt kündbar sein.

Preise

Betreutem Wohnen haftet der Ruf an, nur für gut betuchte Senioren geeignet zu sein. Das stimmt nur bedingt. So gibt es auch Einrichtungen von Stiftungen, die nicht auf Gewinn ausgelegt sind. Sie können deshalb moderate Preise anbieten.

Als Faustregel für die Kosten gilt:
Ein Aufschlag von 5 - 15 Prozent für eine barrierefreie Wohnung inklusive Aufzug ist laut Verbraucherzentrale gerechtfertigt. Zusätzlich muss man für den Grundservice zwischen 60 und 130 Euro pro Monat einkalkulieren.

Unterstützung

Wer nicht genug Eigenkapital hat, kann über einen Wohnberechtigungsschein (beim örtlichen Wohnungsamt zu beantragen) oder einen Wohngeldzuschuss eine Wohnung in einer betreuten Anlage bekommen. Manche Dienste, etwas eine ambulante Pflege, übernimmt anteilig auch die Pflegekasse oder das Sozialamt.

Weitere Informationen:

Bei der "Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen" (BAGSO) können Sie weitere Infos sowie eine Checkliste zum "Betreuten Wohnen" anfordern.

BAGSO
Eifelstraße 9
53119 Bonn
Tel.: 02 28 /24 99 93-0 (Fax: - 20)
E-Mail: kontakt@bagso.de

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Stand: 17-Oct-2017, 02:12 AM
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