Pflegeversicherung – alzheimerinfo.de

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We Care. Wir forschen für Ihre Gesundheit.

Meine Mutter bekommt seit zwei Jahren Pflegeversicherung der Stufe 1. Nun hat sich ihr Zustand sehr verschlechtert. Wir brauchen jemanden, der morgens kommt, sie wäscht, usw. Dafür wird die Pflegestufe 1 benutzt. Den Rest des Tages (Frühstück, Mittag, Einkaufen, nach ihr Sehen, etc.) bezahlen wir selbst. Sie war vor vier Jahren in die Psychiatrie eingewiesen worden, und mir wurde damals geraten, sie nicht wieder nach Hause zu nehmen. Ihr Leben war für zwei Jahre deutlich besser, aber jetzt geht es bergab; mit Hilfe klappt es gerade noch. Mutters Rente wird für die restlichen Kosten aufgebraucht. Ich wollte eine höhere Pflegestufe beantragen. Doch sowohl der Neurologe als auch die Dame, die auf die Mutter aufpasst, rieten mir ab. Sie sagten, die Pflegestufe könnte gestrichen werden, da hierfür eine Demenz nicht anerkannt wird. Stimmt das?

Antwort:

Sie müssen den Neurologen falsch verstanden haben. Die Aussage, Demenz sei kein Grund für die Bewilligung einer Pflegestufe, ist Unsinn. Maßgebend für die Höhe der Pflegestufe ist der Pflegeaufwand. Die konkreten Bedingungen können Sie im Paragraphen 45a des SGB XI nachlesen, im Internet z.B. unter http://www.bmg.bund.de/nn_604238/DE/Themenschwerpunkte/Pflegeversicherung/ pflegeversicherung-node,param=.html__nnn=true (Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung).
Sie sollten, wenn sich der Pflegeaufwand erhöht hat, daher ruhig eine höhere Pflegestufe beantragen. Für “Härtefälle” (z.B. Personen mit fortgeschrittener Demenz) gibt es eine Zusatzleistung von 460 Euro. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse oder auch unter http://www.alzheimerinfo.de/angehoerige/pflegeversicherung/

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