Medikamentöse Therapien können den Alltag erleichtern – alzheimerinfo.de

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KÖLN (MedCon) – Moderne Medikamente zur Behandlung der Alzheimer-Demenz können das Fortschreiten verzögern sowie den Verlust der Alltagskompetenz bei den Patienten abmildern und hinausschieben. Die betreuenden Angehörigen werden so wesentlich entlastet und Heimeinweisungen können verzögert oder gar ganz vermieden werden.

Mehr Alltagskompetenz und weniger Hilfsbedürftigkeit

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde der Einfluss von Memantine auf die Alltagskompetenz untersucht. An den Studien nahmen sowohl Alzheimer-Patienten teil, die zuhause von ihren Angehörigen gepflegt als auch solche, die im Pflegeheim betreut wurden. Bei beiden Patientengruppen zeigte sich, dass sie Alltagsherausforderungen besser bewältigen konnten. Alltägliche häusliche Aktivitäten wie Tisch abräumen wurden verbessert, ebenso wie die Fähigkeit, einem Gespräch zu folgen, zu telefonieren oder außer Haus zu gehen. Das Laufen und Aufstehen fiel den Studienteilnehmern leichter. Sie benötigten weniger Hilfe beim Anziehen, beim Essen und Trinken sowie der Körperhygiene.

Erleichterung für die Pflegenden

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz hatte die Therapie zudem beträchtlichen Einfluss auf die geistigen Fähigkeiten: Sie waren wieder in der Lage sich zu unterhalten oder einem Gespräch zumindest zu folgen; auch ihr Erinnerungsvermögen wurde wieder gestärkt und sie konnten sich in ihrer Umgebung besser orientieren.

Derartige Verbesserungen in der Alltagskompetenz verringern die Zeit, in der die Erkrankten betreut werden müssen, und auch die Intensität der notwendigen Pflege. Die Angehörigen werden weniger belastet und der Alzheimer-Patient kann länger in seiner häuslichen Umgebung bleiben.

Quelle: MedCon Januar 2008

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