Therapie – was ist heute schon möglich? – alzheimerinfo.de

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Eine Behandlung der Ursachen der Alzheimer-Erkrankung ist heute zwar noch nicht möglich, eine geschickte Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapieverfahren kann den Betroffenen und Angehörigen das Leben mit der Krankheit jedoch erleichtern.

Medikamente können den Alltag erleichtern

Medikamente gegen Alzheimer-Demenz setzen vor allem auf eine Linderung der typischen Symptome der Krankheit. Sie verbessern oder stabilisieren beispielsweise alltagspraktische Fähigkeiten und geistige Leistungsfähigkeiten. Zudem konnte eine gewisse Verlangsamung des Krankheitsverlaufs nachgewiesen werden.

Zur medikamentösen Behandlung der Alzheimer-Demenz stehen zwei Arzneimittelgruppen zur Verfügung, die die bei Demenzen gestörten Botenstoffe im Gehirn – Glutamat und Acetylcholin – positiv beeinflussen.

Auf die Botenstoffe kommt es an

Der Wirkstoff Memantine wirkt auf das Botenstoffsystem des Glutamat im Gehirn. Dieser Botenstoff ist an Lern- und Gedächtnisvorgängen beteiligt. Memantine kann die schädlichen Auswirkungen von Glutamat auf die Nervenzellen vermindern und Lernsignale können wieder erkannt werden. Cholinesterasehemmer, eine weitere Wirkstoffklasse, verhindern, dass Acetylcholin im Gehirn vorzeitig abgebaut wird. So steht der Botenstoff länger zur Verfügung, was sich auf die Weiterleitung von Informationen im Gehirn auswirken kann.

Zusätzliche Therapien

Zu einer optimalen Therapie zählen jedoch auch verschiedene nicht-medikamentöse Maßnahmen. Hierzu kann eine Ergo- oder Verhaltenstherapie gehören, aber auch die Behandlung durch Kunst- und Musiktherapeuten (siehe auch Monats-Special „Kunst- und Musiktherapie).

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