Demenz-WGs: Leben in der Gemeinschaft – alzheimerinfo.de

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Wenn Menschen mit Demenz nicht mehr alleine wohnen können, aber den Umzug in ein Pflegeheim scheuen, kann eine ambulant betreute Wohngemeinschaft eine echte Alternative sein.

In Demenz-WGs leben die Demenzkranken nicht als „Pfleglinge“ in einem Heim, sondern als ganz normale Mieter in einem geeigneten Haus oder einer Wohnung zusammen. Die notwendigen Pflegeleistungen werden von einem ambulanten Pflegedienst erbracht. Das Betreuungspersonal ist meist rund um die Uhr anwesend und wechselt sich in mehrstündigen Schichten ab.

Es soll sein wie in einer Familie

Ziel ist, dass die Bewohner der WG mit der Zeit eine feste Gemeinschaft bilden, in der ein möglichst normales „familiäres“ Alltagsleben stattfindet. Es gibt Gemeinschaftsräume wie Küche, Wohnzimmer, Bad und Balkon, ansonsten hat jeder sein eigenes Zimmer.

Zentraler Ort der WG ist meist die Wohnküche, in der die Mieter entsprechend ihrer noch vorhandenen Fähigkeiten kleine Aufgaben übernehmen, sei es Kartoffeln zu schälen oder Geschirr abzutrocknen.

Die meisten Demenz-WGs werden von professionellen Trägern betrieben. Teilweise gibt es aber auch Wohngemeinschaften, die von Angehörigen oder gesetzlichen Betreuern auf die Beine gestellt wurden.

Anders als im Pflegeheim

Während sich der Bewohner eines Pflegeheims an die Regeln und Zeitpläne der Einrichtung anpassen muss, orientiert sich die Demenz-WG mehr an den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Kranken. Sie können dort zum Beispiel aufstehen und frühstücken, wann sie es wollen.

Die oft sehr an ein Krankenhaus erinnernde Atmosphäre von Heimen, mit langen Fluren und großen Speisesälen, wird in der Demenz-WG durch eine familiäre, wohnliche Umgebung ersetzt.

Von der WG abgeschaut

Allerdings sind die Unterschiede zwischen Pflegeheimen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften nicht immer so gravierend. In modernen Pflegeeinrichtungen geht man immer mehr dazu über, Demenzkranke stationsweise ähnlich wie in Demenz-WGs zu versorgen.

Denn es hat sich gezeigt, dass insbesondere diese Patienten in einer überschaubaren, familiären Umgebung sehr viel besser zurechtkommen als in großen Einrichtungen.

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