Demenzprävention: Erste wichtige Erkenntnisse – alzheimerinfo.de

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Zukünftig wird sich die Zahl der Demenzkranken weltweit alle 20 Jahre verdoppeln, prognostiziert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Report „Dementia: a public health priority“. Neben fortgesetzten Bemühungen neue und bessere Therapien zu finden, wird deshalb auch die Vorbeugung der Krankheit eine zunehmende Rolle spielen.

Doch bislang fällt es der Wissenschaft noch schwer, sich auf – möglicherweise vermeidbare oder behandelbare – Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzerkrankungen festzulegen. Die Datenbasis sei noch zu schwach, um allzu viele „handfeste Schlussfolgerungen“ zu ziehen, heißt es in dem WHO-Bericht.

Gesundes Herz und körperliche Aktivität wappnen gegen Demenz

Zwei modifizierbare Faktoren scheinen jedoch auf jeden Fall Einfluss auf das Demenzrisiko zu haben: die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und die körperliche Aktivität.

Die Autoren des Reports berichten: „Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Gefäßerkrankungen die Anfälligkeit sowohl für die Alzheimer-Krankheit als auch für vaskuläre (gefäßbedingte) Demenzen erhöhen.“ Zum Komplex der kardiovaskulären Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Diabetes, zu hohe Cholesterin- und Blutfettwerte sowie das Rauchen.

Prävention muss frühzeitig einsetzen

Um Demenzerkrankungen vorzubeugen, sind wahrscheinlich frühzeitig einsetzende Präventionsstrategien notwendig. Studien zeigen, dass es keinen vorbeugenden Effekt hat, wenn mit der Behandlung hoher Blutfettwerte oder des Bluthochdrucks erst im Alter begonnen wird. Würde mit der Behandlung schon deutlich früher begonnen, könnte das ganz anders aussehen, vermuten die Autoren des Reports.

Daten aus epidemiologischen Studien zeigen zudem, dass Bewegungsmangel ein Risikofaktor für Demenz ist und dass Ausdauersport den Abbau der kognitiven Leistung reduzieren und bis zu einem gewissen Grad vor Demenz schützen kann. Einige Untersuchungen beweisen sogar, dass sich Sport positiv auf das Gehirnvolumen und die Verschaltung der Gehirnzellen auswirken kann.

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