Nach der Diagnose: Eigenständigkeit bewahren – alzheimerinfo.de

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Quelle: Fotolia.de – rupbilder

Die meisten Menschen wünschen sich auch nach der Diagnose Alzheimer-Krankheit, noch möglichst lange selbstständig zu bleiben und weiterhin zuhause zu wohnen. Im Anfangssstadium der Erkrankung wird dies möglich, indem Sie einige Anpassungen vornehmen, Sicherheitsvorkehrungen treffen und sich die Unterstützung anderer sichern.

Hilfe im Alltag

Wenn Sie die Verantwortung für alltägliche Pflichten an andere abgeben, können Sie sich für die Dinge, die sie selbst erledigen, mehr Ruhe und Zeit lassen.

Tipps:

  • Zögern Sie nicht, Verwandte oder gute Bekannte um Unterstützung im Alltag zu bitten.
  • Suchen Sie jemanden, der Ihnen hilft, die Wohnung zu putzen und eventuell auch die Wäsche wäscht.
  • Lassen Sie sich Lebensmittel und Getränke aus dem Super- oder Getränkemarkt nach Hause liefern.
  • Halten sie immer einen Vorrat an Tiefkühl-Fertigmahlzeiten vor, die sich in der Mikrowelle leicht erhitzen lassen.
  • Ziehen sie in Betracht, den Service „Essen auf Rädern“ in Anspruch zu nehmen. Menü-Bringdienste bieten beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz und die Arbeitwohlerfahrt an.
  • Geben Sie die Gartenpflege an einen Dienstleister ab.
  • Nutzen Sie für die Bezahlung immer wiederkehrender Rechnungen (z. B. Miete, Versicherungen) die Möglichkeit des Bankeinzugs.

Gedächtnisstützen

Schlagen sie dem Gedächtnisverlust mit kleinen Gedächtnisstützen ein Schnippchen: Aufkleber zum Beschriften, Post-its, Notizblöcke und das Führen von Listen können das Leben beträchtlich erleichtern.

Tipps:

  • Bringen Sie an geschlossenen Schränken und Schubladen kleine, beschriftete Aufkleber an (z. B. für Besteck, Gläser, Handtücher, Schuhe). So finden Sie Dinge leichter wieder.
  • Legen Sie eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern (Angehörige, Freunde, Ärzte, Notrufnummern) direkt neben das Telefon.
  • Kleben Sie Post-its an Türen, um sich daran zu erinnern, sie abzuschließen. Auch das Ausschalten des Herds bleibt durch ein Erinnerungs-Post-it leichter im Gedächtnis.
  • Schreiben Sie sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Bedienung von Geräten (z. B. der Kaffeemaschine oder des Fernsehers) und auch für Routinevorgänge (z. B. das Frisieren der Haare oder das Zähneputzen). Das macht zwar etwas Mühe, zahlt sich später aber aus.

Auf Nummer sicher gehen

Verschiedene Anpassungen in der Wohnung helfen, das tägliche Leben besser zu bewältigen und vor allem sicherer zu machen.

Tipps:

  • Lassen Sie im Badezimmer Haltestangen und Griffe anbringen, um das Risiko von Stürzen zu verringern.
  • Verwenden Sie elektrische Geräte, die eine automatische Ausschaltfunktion haben.
  • Melden Sie sich für einen Hausnotruf an, wie ihn zum Beispiel der Malteser Hilfdienst oder das Deutsche Rote Kreuz anbieten.
  • Haben Sie, wenn sie unterwegs sind, immer ein Handy dabei, mit dem Sie über die Kurzwahlfunktion eine Bezugsperson erreichen können?
  • Schützen Sie sich vor Hausierern und Betrügern. Eine gute Möglichkeit ist, sich mit Festnetznummer, Handynummer, E-Mail-Adresse und Postanschrift in eine Liste eintragen zu lassen, um nicht von Werbeanrufen- und Werbepost belästigt zu werden. Die Eintragung erfolgt auf der Internetseite www.robinsonliste.de.

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