Körperliche Aktivität und Angehörigen-Training zeigen bei Alzheimer Nutzen – alzheimerinfo.de

0

We Care. Wir forschen für Ihre Gesundheit.

SEATTLE (MedCon) 17.9.2003 – Regelmäßige Bewegung erhält einer neuen Studie zufolge offenbar die körperliche Funktionstüchtigkeit von Menschen mit Alzheimer-Demenz. Gemeinsam mit einem speziellen Angehörigen-Training zum Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten von Demenzkranken ließen sich dadurch bei Alzheimer-Patienten Krankenhausaufenthalte verhindern und sogar das Ausmaß depressiver Symptome mildern, berichten Wissenschaftler um Dr. Linda Teri von der Universität Washington in Seattle in der amerikanischen Fachzeitschrift JAMA.

153 zu Hause lebende Alzheimer-Patienten und deren betreuende Angehörige wurden nach Zufallsprinzip ausgesucht und für drei Monate entweder einer medizinischen Standardversorgung oder einem speziellen Training, dem so genannten intensivierten RDAD (Reducing Disability in Alzheimer Disease)-Programm, zugeordnet, das aus Bewegungsübungen der Patienten und einer Unterweisung der Bezugspersonen in Sachen Verhaltensstörungen bestand.

Nach drei Monaten wiesen die Patienten in der RDAD-Gruppe sowohl eine verbesserte körperliche Verfassung und weniger Tage mit eingeschränkter körperlicher Aktivität auf, auch in puncto Depressionsneigung waren ihre Werte besser – während sich in der Gruppe mit Standardversorgung die Werte eher verschlechterten.

Die günstige Entwicklung durch das Intensivprogramm bestand auch nach einer zweijährigen Nachbeobachtungsperiode noch. Zudem wurden diese Patienten tendenziell seltener wegen Verhaltensauffälligkeiten stationär behandelt.

Quelle: JAMA (2003), Vol. 290, No. 15, pp 2015 – 2022

  • 0.1 A-
  • 0.2 A
  • 0.3 A+
  • 0.4 Print