alzheimerinfo.de – Informationen zu Alzheimer und Demenz – Burn-out ist bei pflegenden Angehörigen vorprogrammiert

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BONN (MedCon) – „Burn-out“, der Begriff, der seit einiger Zeit schon unter karrierebewussten Berufstätigen die Runde macht, ist längst keine Managerkrankheit. Häufig trifft das Burnout (= Ausgebranntsein)-Syndrom vielmehr Frauen, die demente alte Menschen pflegen müssen, erklären Experten jetzt im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.„Dauert häusliche Pflege lange, ist Burn-out fast vorprogrammiert”, behauptet dort der Bremer Pflegewissenschaftler Prof. Stefan Görres. Das Problem: Durch die Leistungen der Pflegeversicherung werden wieder mehr Menschen zuhause gepflegt. Fast immer sind es Frauen – Töchter, Schwiegertöchter und Ehefrauen – , die bei der Langzeitpflege eines Angehörigen in die Rolle der Krankenschwester schlüpfen – in der Regel ohne spezielle Ausbildung, aber dafür von gutem Willen, Pflichtgefühl und Liebe motiviert.

Dabei überschätzen sie allerdings häufig ihre Kräfte, betonte Görres, es kommt zur körperlich-geistigen Erschöpfung, oft verbunden mit Schuldgefühlen und depressiven Gedanken, weil man der Aufgabe nicht mehr gerecht wird. Deshalb mahnen Fachleute zunehmend, dass die Pflegenden sich ihren Grenzen stellen müssen, sonst zahlten sie einen zu hohen Preis: „Ehen und Familien zerbrechen an der Pflege“, hat der Psychotherapeut Hartwig Wennemar aus Marienheide erfahren und rät, spätestens dann fremde Hilfe ins Haus zu holen – oder den Kranken ins Heim bringen.

Quelle: Senioren Ratgeber 2/2004

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