alzheimerinfo.de – Informationen zu Alzheimer und Demenz – Alzheimer Medikament von Merz bereits im frühen Krankheitsstadium wirksam

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Frankfurt, 28.04.04 (Merz) – Ein neuer Ansatz macht die Wirkung des von Merz entwickelten Alzheimer Wirkstoffes Memantine im Gehirn sichtbar: Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) konnte die gesteigerte Stoffwechselaktivität im Gehirn von Alzheimer-Patienten, die mit Memantine behandelt wurden, bildlich dargestellt werden. Diese Untersuchung fand im Rahmen einer großen klinischen Studie statt, die die Wirksamkeit von Memantine bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Krankheit bewies.

Der Morbus Alzheimer gehört zu den rätselhaftesten Erkrankungen unserer Zeit. Bislang ist unbekannt, was die Erkrankung verursacht, die das Hirn zerstört und alle Erinnerungen und Fähigkeiten auslöscht. Da die Häufigkeit dieser Form von Demenz stark zunimmt, sind die Wissenschaftler bemüht, Licht ins Dunkel zu bringen und die Möglichkeiten der Behandlung zu verbessern.

Eine der neusten Entwicklungen auf dem Sektor der Alzheimer-Forschung ist die Positronen-Emmissions-Tomographie (PET). Mittels dieser Methode können die Wissenschaftler sozusagen direkt ins Gehirn der Patienten blicken und die Aktivität einzelner Hirnareale bildlich darstellen. Mittlerweile ist bekannt, dass schon im Frühstadium der Erkrankung bestimmte Hirnregionen einen verminderten Stoffwechsel und damit eine geringere Aktivität aufweisen.

Der neueste Erfolg der PET-Hirnforschung betrifft das Alzheimer-Medikament Memantine: Bislang war diese Substanz lediglich zur Behandlung schwerer und mittelschwerer Fälle von Alzheimer zugelassen. Allerdings werden derzeit auch für die Frühstadien dringend weitere Behandlungsmöglichkeiten gebraucht. Amerikanische Wissenschaftler entschlossen sich deshalb, in einer Studie mit 403 Patienten zu überprüfen, ob Memantine auch zur Behandlung von leichten Fällen eingesetzt werden kann – und wurden fündig. Die Studie ergab, dass sich die kognitiven Fähigkeiten und der Gesamteindruck der behandelten Patienten gegenüber den unbehandelten deutlich verbesserte. Um diese Beobachtungen auf eine unabhängige Weise zu bestätigen, wurde bei zehn der Studienpatienten eine PET durchgeführt. Auch hier waren die Ergebnisse eindeutig. Gegenüber unbehandelten Patienten war bei den Memantine-Patienten ein gesteigerter Stoffwechsel im Gehirn und damit eine deutlich höhere Hirnaktivität in den PET-Scans zu erkennen. Diese Ergebnisse liefern einen weiteren Hinweis darauf, dass Memantine nicht nur die Symptome lindert, sondern auch den Untergang von Hirnzellen hemmt.

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