alzheimerinfo.de – Informationen zu Alzheimer und Demenz – Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Pfleger mehr unterstützen

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HAMBURG (MedCon) – Den Tod der Volksschauspielerin Inge Meysel, die seit einiger Zeit an der Alzheimer-Erkrankung litt, nahm jetzt die 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Heike von Lützau-Hohlbein, zum Anlass, auf die schwierige Situation vieler Demenz-Kranker und vor allem ihrer Betreuer hinzuweisen.

„Frau Meysel konnte in Würde mit der Krankheit leben und sterben, dies ist nicht selbstverständlich. Große Anstrengungen sind nötig, damit Demenzkranke zu Hause und in den Heimen die Zuwendung, Pflege und Therapie bekommen, die sie brauchen“, erklärte sie und forderte: „Die pflegenden Angehörigen müssen besser beraten, unterstützt und entlastet werden. Wie wir täglich am Alzheimer-Telefon erfahren, stehen viele kurz vor dem Zusammenbruch.“

Immerhin sind in Deutschland etwa eine Million Menschen – besonders die über 90-Jährigen – von einer Demenzerkrankung betroffen – zwei Drittel leiden an Morbus Alzheimer. Und: Die Zahl der Demenzkranken wird sich bis 2050 auf zwei Millionen verdoppeln, sofern es nicht gelingt, einen Durchbruch in der Therapie zu erreichen.

Durch den sensiblen Einsatz von Anti-Dementiva, nicht-medikamentöse Therapien und einen verstehenden Umgang mit den Kranken kann sehr viel getan werden, um die Lebensqualität der Kranken zu verbessern. Da zwei Drittel der Demenzkranken von ihren Familien versorgt werden, ist es sehr wichtig, die Pflegenden bei ihrer schwierigen Tätigkeit zu entlasten.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft veranstaltet unter dem Motto „Keine Zeit zu verlieren!“ ihren 4. Kongress vom 9. bis 11. September 2004 in Lübeck.

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