alzheimerinfo.de – Informationen zu Alzheimer und Demenz – Nicht selten: Gewichtsverlust vor Demenz-Ausbruch

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KÖLN (MedCon) – Erstaunliches berichten jetzt amerikanische Mediziner: Sie haben festgestellt, dass Patienten vor der Diagnose Alzheimer- bzw. vaskuläre Demenz gemeinhin Körpergewicht einbüßen. Warum dies so ist, konnte bisher noch nicht ausreichend geklärt werden.

In den Archives of Neurology präsentierten jetzt Dr. Lenore J. Launer und Kollegen von den National Institutes of Health in Bethesda/ Maryland Ergebnisse einer Langzeitstudie an 1890 japanischstämmigen Amerikanern.

Die Männer wurden dabei zwischen 1965 und 1999 untersucht, sechsmal gewogen und dreimal zwischen 1991 und 1999 auf Demenz gescreent. Bei der abschließenden Untersuchung lag das Durchschnittsalter bei 83 Jahren, 112 Probanden hatten eine Demenz entwickelt.

Gab es zu Studienbeginn keine gravierenden Gewichtsunterschiede zwischen Demenz-Entwicklern und Nicht-Demenz-Betroffenen, fand sich in den sechs Jahren vor der Diagnosestellung ein stärkerer Gewichtsverlust bei Demenz-Erkrankten: Sie verloren knapp ein Pfund mehr pro Jahr als die Senioren ohne Demenz.

Zur Erklärung gab Launer an, dass sich möglicherweise während der Entwicklung einer Alzheimer-Demenz chemische Substanzen im Gehirn verändern, so dass der Appetit einer Person abnimmt und/ oder sich ihr Stoffwechsel verändert.

Quelle: Archives of Neurology Januar 2005

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Quelle: alzheimerinfo.de. Nicht selten: Gewichtsverlust vor Demenz-Ausbruch. Online im Internet; URL: http://www.alzheimerinfo.de/aktuelles/news/2005-01-19/

[Stand: 28.05.2006, 04:01]