alzheimerinfo.de – Informationen zu Alzheimer und Demenz – Verlangsamung beim Denken kann erstes Zeichen für Demenz sein

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In der Fachzeitschrift Neurology beschreibt Dr. David A. Bennett, Direktor des Rush Alzheimer-Disease-Centers in Chicago, die Fälle von 180 alten katholischen Ordensbrüdern, die an der Religious Orders Study of Aging and Dementia teilnahmen, sich seit 1993 jährlich Tests zur geistigen Gesundheit unterzogen und eingewilligt hatten, dass nach ihrem Tod ihr Gehirn untersucht wird.

An den bereits gewonnenen Gewebeproben ließ sich erkennen, dass zum Todeszeitpunkt 37 eine milde kognitive Störung hatten, 83 echte Demenz und 60 keinerlei kognitive Probleme aufwiesen.

Von den 37 Männern mit leichten Störungen wiesen 23 Gewebeproben auf einen möglichen bzw. beginnenden M. Alzheimer hin, zwölf hatten Areale mit totem Hirngewebe aufgrund mangelnder Durchblutung. Zudem zeigten von den 60 Senioren ohne kognitive Einschränkungen 28 einen Hinweis auf eine mögliche bzw. definierte Alzheimer-Erkrankung.

All das beweist, dass viele alte Leute über eine “geistige Reserve” verfügen, die ihnen den Gedächtnisverlust auszugleichen hilft. Und – so die Mediziner weiter – Vergesslichkeit ist nicht unbedingt ein unvermeidlicher Teil des Alterungsprozesses, sondern eher eine Konsequenz einer altersbezogenen Krankheit. Sie sollte daher von Angehörigen wie betreuenden Ärzten ernst genommen und behandelt werden.

Weitere Informationen zur Demenzdiagnose

Quelle: Neurology, 8.3.05

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Quelle: alzheimerinfo.de. Verlangsamung beim Denken kann erstes Zeichen für Demenz sein. Online im Internet; URL: http://www.alzheimerinfo.de/aktuelles/news/2005/2005-04-06/

[Stand: 08.05.2005, 06:09]