Hohe IQ-Werte als Teenager und Sozialengagement verringern Demenz-Risiko – alzheimerinfo.de

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KÖLN (MedCon) – Erstaunliches berichten jetzt amerikanische Wissenschaftler: Sie fanden heraus, dass ein hoher Intelligenzquotient (IQ) zu Jugendzeiten und die aktive Teilnahme am sozialen Leben Schutz gegen eine Altersdemenz bzw. Morbus Alzheimer bieten kann.

Dr. Thomas Fritsch von der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, und seine Kollegen untersuchten 396 Freiwillige im Durchschnittsalter von 75 Jahren, die alle in den 40er Jahren an ein und derselben Oberschule ihren Abschluss gemacht hatten. Anhand von damaligen Aufzeichnungen und Schuluntersuchungen wurden Rückschlüsse auf die außerschulischen Aktivitäten und den IQ gezogen.

Der kognitive Zustand im Alter wurde anhand von telefonischen Befragungen und Fragebögen ermittelt. Dabei entdeckten die Forscher einen Zusammenhang zwischen hohen IQ-Werten in der Jugend und selteneren mentalen Störungen im Alter, selbst nachdem sie die Daten um die Faktoren Geschlecht und Bildungsniveau bereinigt hatten.

Eine ähnliche Korrelation zeigte sich in punkto Sozialengagement: Diejenigen, die außerhalb des Unterrichts viel unternommen hatten, waren auch im Alter (geistig) fitter. Die Forscher warnen jedoch vor voreiligen Schlüssen: Denn bei der Entwicklung einer Demenz sind noch viele andere Faktoren beteiligt.

Quelle: Fritsch et al., Journal of the American Geriatrics Society, 53, 1191-1196, 2005

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