Gedächtnistraining bewahrt kognitive Fähigkeiten – alzheimerinfo.de

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KÖLN (MedCon) – Wie gut auch nicht-medikamentöse Strategien gegen den Verfall der geistigen Fähigkeiten im Alter helfen können, berichtet Dr. Sally A. Shumaker von der Wake Forest University School of Medicine in einem Leitartikel im Journal of the American Medical Association.

Zum Beweis zieht Dr. Shumaker die Advanced Cognitive Training for Independent and Vital Elderly (ACTIVE)-Studie heran, an der fast 3000 Personen teilnahmen. Die Hälfte der Studienteilnehmer besuchte zehn Sitzungen mit kognitivem Training, die andere Hälfte erhielt kein besonderes Training

Ergebnis: Bei der Gruppe, die sich einem Training der geistigen Funktionen unterzogen hatte, zeigten sich gleich nach Beendigung der Sitzungen Verbesserungen des Gedächtnisses, des logischen Denkens und der Denkgeschwindigkeit. Als die Studienteilnehmer fünf Jahre später noch einmal getestet wurden, hatten die Verbesserungen immer noch Bestand.

Wenn man kognitives Training individuell auf die Risikofaktoren jedes Patienten abstimmen könnte – etwa Gedächtnistraining speziell bei Alzheimer-Patienten – böten sich faszinierende Möglichkeiten, merkt Shumaker an.

“Wenn solche Programme erst einmal standardisiert und für den Massenmarkt zugänglich sind, könnten kognitive Trainingsprogramme den Senioren über Kirchen, Schulen und Seniorenzentren zugänglich gemacht werden”, sagt Shumaker.

“Und was sehr wichtig ist: diese Trainingsprogramme könnten den Betroffenen wieder ein stärkeres Gefühl der Kontrolle geben hinsichtlich der verstörenden Aussicht, geistig abzubauen, und so die Lebensqualität deutlich anheben.”

Quelle:

Erstellt von MedCon aus JAMA. 2006 Dez 20;296(23):2852-4

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