Merz Pharmaceuticals stiftet Förderpreis zur Optimierung der Pflege psychisch kranker alter Menschen (FOPPAM) – alzheimerinfo.de

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Ziel dieses Projektes war es, in einem Krankenhaus ohne eigene geriatrische Spezialstation die perioperative Versorgung alter Patienten zu verbessern und damit die Entstehungsrate von Delirien deutlich zu senken. Dies ist auch im St. Franziskus Hospital in Münster ein großes Problem, weil hier allein 800 Patienten im Alter von über 80 Jahren in jedem Jahr operiert werden.

Innovativ an diesem von Professor Dr. Michael Möllmann und Dr. Simone Gurlit geleiteten Projekt ist, dass ein Geriatrieteam in den perioperativen Verlauf aktiv eingebunden wird. Wichtig ist dabei eine möglichst intensive Beziehung zwischen Patient und AltenpflegerInnen.

Durch diese Maßnahme konnte die Delirrate niedrig gehalten werden. Das entsprechende Management ist nicht nur für die PatientInnen ein Gewinn, sondern auch für den Krankenhausträger. Die Liegezeiten werden verkürzt, die Kosten verringert. Dies führte in Münster dazu, dass die AltenpflegerInnen inzwischen in den Stellenplan aufgenommen wurden. Es ist somit gelungen, ein Projekt, das im Übrigen über zwei Jahre durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales gefördert wurde, in die Versorgung integriert wurde. Hervorzuheben ist, dass hier AltenpflegerInnen in der akuten Krankenversorgung einen sinnvollen Einsatz finden.

„Es ist nicht das erste Mal, dass dieser Preis an Ärzte geht. Dies ist möglich und zeigt erneut, dass es entscheidend ist, dass etwas passiert und nachrangig, wer bzw. welche Berufsgruppe es tut.“ So die Vorsitzende des Preiskomitees Prof. Gabriela Stoppe aus Basel. Sie bedauerte, dass wieder viele interessante Beiträge nicht bei der Preisvergabe berücksichtigt werden konnten und Antragssteller, die in ihrer Region erstmals mit viel Engagement Versorgungssysteme etablieren, deshalb „leer ausgingen“, weil es diese Versorgungsmodelle andernorts schon gibt. Erfreulich war aus Sicht von Frau Prof. Stoppe dass dieses Mal auch Anträge zu Depression und eben zum Delir eingereicht wurden und somit auch das Spektrum weniger „demenzlastig“ war als bisher.

Quelle:

Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V., 16.2.2007

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